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Historischer AufstiegFSV Neunkirchen-Seelscheid krönt eine „Riesensaison“

3 min
Christoph Gerlach

FSV-Trainer Christoph Gerlach ringt nach dem Abpfiff mit den Worten. 

Dem 3:3 gegen GW Brauweiler sei Dank: Der Fußball-Landesligist schafft den vorzeitigen Sprung in die Mittelrheinliga. 

Der Fußball-Landesligist FSV Neunkirchen-Seelscheid hat den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Am drittletzten Spieltag sicherte sich die Elf von Trainer Christoph Gerlach den Aufstieg in die Mittelrheinliga.


FSV Neunkirchen-Seelscheid – GW Brauweiler 3:3 (1:0). Dass der FSV am Ende den zehnten Sieg in Folge verpasste, interessierte hinterher niemanden. Denn dank des Punktgewinns machte man den vorzeitigen Aufstieg perfekt – und die große „Sause“ konnte beginnen.

Der Tabellendritte aus Brauweiler hatte dem FSV das Leben schwer gemacht. Nach den Toren von Nils Stephan (45./+1) und Kjell Simnonia (51.) wähnte sich Neunkirchen-Seelscheid schon am Ziel, doch dann verlor man vorübergehend den Faden: Nick Brisevac (55., 59./FE) und Lucas Lützeler (64.) drehten die Partie binnen neun Minuten.

Tim Lorbach

Das Tor zum Aufstieg: Tim Lorbach (Mitte) vom FSV Neunkirchen-Seelscheid bejubelt den Treffer zum 3:3.

Dann war es der eingewechselte Tim Lorbach (75.), der zum Ausgleich traf. Als ein Linienrichter fünf Minuten vor dem Ende verletzt ausschied, einigten sich beide Teams auf Bezirksliga-Schiedsrichter und FSV-Reservespieler Micha Schmitz als neuen Assistenten. Es dauerte bis 18.09 Uhr, ehe die Feierlichkeiten vor rund 400 Zuschauern auf der Platzanlage in Breitscheid beginnen durften. „Unglaublich, was die Jungs auch heute wieder geleistet haben“, sagte Gerlach. „Sie haben eine Riesensaison gekrönt.“

Michael Hermanni und Marc Schneider

So sieht Erleichterung aus: Michael Hermanni und Marc Schneider (vorne) liegen sich nach dem Abpffiff in den Armen.

FSV: Stokowy – Ehses, Busch, Struzyna, Wieschebrock – Schulz, Dreilich – N. Stephan (65. Lorbach), Krämer (65. Mai), Simnonia (83. Tel) – Schneider (90./+4 Diehl).


FV Endenich – TuS Mondorf 5:1 (3:1). Im Mondorfer Lager war die wichtigste Information die Niederlage des Abstiegskandidaten Flittard. Angesichts eines Sieben-Punkte-Vorsprungs kann der TuS nicht mehr vom Rivalen aus dem Kölner Norden eingeholt werden. In Endenich sah Pressesprecherin Julia Krämer eine „ordentliche Leistung. Wir waren nicht vier Tore schlechter. Unsere individuellen Fehler hat Endenich einfach eiskalt ausgenutzt.“

Ioannis Simeonidis trifft zum Ausgleich

Die Führung des FVE durch Burak Koyuncu (30.) glich Ioannis Simeonidis postwendend aus (31.). Doch dann zog die Heimelf dank Amin Haj-Yahya (35.), Aboubakr Isdayrah (44.) und Nick Maier (88., 90./+1) davon.

TuS: Born – Vos, Krämer, Dittrich (46. Wieland), Sebudandi – Tazit, Viola – Simeonidis, Orth (78. Hardt), Kürten (68. Pfeil) – Harrach (68. Tomiczek).


SSV Homburg-Nümbrecht – FV Bad Honnef 3:3 (2:1). „Das war ein engagiertes Spiel von beiden Teams, am Ende geht das Remis in Ordnung“, analysierte HFV-Coach Benjamin Krayer. Zwar erwischte Nümbrecht durch die Treffer von Ricardo Bauerfeind (6.) und Niklas Clemens (23.) den besseren Start. Doch der HFV kämpfte sich zurück: Nicholas Caspar (41.), Markus Wiemer (60.) und Timo Balte (67.) drehten die Partie. Das 3:3 erzielte Felix Klein (78.).

HFV: Tischler – Schmitz (46. Lelo), Eladan Islamovic, Caspar, Rous (46. Wiemer), Penner – Cadi (88. Brand), Elhan Islamovic – Miermann. Defang (72. Defang), Balte.


TuS Marialinden – 1. FC Spich 3:2 (1:1). Fünf Minuten fehlten den Spichern zum vorzeitigen Klassenerhalt. Jetzt muss der eine noch nötige Punkt in den letzten beiden Spielen eingefahren werden. „Das war ein müder Sommerkick. Für Marialinden war Andre Peters an allen drei Toren beteiligt – somit hat er den Unterschied ausgemacht“, meinte der Spicher Sportchef Ralf Winiarz. Die TuS-Führung durch Szegin Kanli (41.) glich Fabian Kirst aus (45./+1). Das 1:2 durch Peters (60.) beantwortete Mohamed Madaghri (80.), doch das letzte Wort hatte Julian Schwarz mit einem verwandelten Foulelfmeter (88.).

Spich: Monjeamb – Gündogmus (36. Madaghri), Suchy, Bußmann (55. Campodonico), Sentop, Djomani Ousmane (79. Abdo) – Conde, Welt – Kirst, Al-Awde (76. Bemba), Degenhart.