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Zeichen stehen auf VerbleibTrainer Alexander Otto ist in Siegburg „noch nicht fertig“

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Tariq-Emad Suleiman (links)

Tariq-Emad Suleiman (links) und Leo Camara laufen auch in der Saison 2026/27 für den Siegburger SV auf. 

Die zentrale Achse des Fußball-Mittelrheinligisten hat bereits fest zugesagt. Auch der FC Hennef 05 vermeldet die ersten Vertragsverlängerungen.

Die Zeichen stehen klar auf Verbleib. Wenn Alexander Otto (41) über sein Engagement beim Fußball-Mittelrheinligisten Siegburger SV 04 spricht, deutet jeder Satz auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit hin. „Auch wenn die finalen Gespräche noch ausstehen: Man spürt deutlich, dass sich hier im Verein etwas bewegt“, sagt der Trainer nicht zuletzt angesichts der jüngsten Beantragung der Regionalliga-Lizenz. „Außerdem macht die Zusammenarbeit mit dieser jungen Truppe einfach großen Spaß – und ich habe das Gefühl, dass ich in Siegburg noch nicht fertig bin.“

Dass die Vereinsverantwortlichen weiter mit Otto planen, ist ohnehin kein Geheimnis. „Alex ist unsere absolute Wunschbesetzung“, betont Sportchef Tom Caspers. „Es gibt momentan keinen Plan B.“ Wohl wissend, dass der Siegburger Trainer eine Ausstiegsklausel im Falle eines höherklassigen Angebots besitzt.

Siegburger Achse verlängert

Ein Trio hat indes bereits fest zugesagt für die anstehende Saison: Neben dem zentralen defensiven Mittelfeldakteur Tariq-Emad Suleiman (22) und Offensiv-Allrounder Kelana Mahessa (25) bleibt auch Innenverteidiger Leo Camara (24) über den Sommer hinaus. „Damit steht die zentrale Achse“, sagt Otto. „Die drei Jungs zählen auf ihrer jeweiligen Position zum Besten, was die Mittelrheinliga zu bieten hat. Ihr Verbleib ist ein starkes Zeichen.“ Auch an die Konkurrenz, denn Caspers betont: „Wir wollen auch in der nächsten Saison oben anklopfen.“

Vorausgesetzt natürlich, dass nicht schon in dieser Spielzeit ein kleines Fußball-Wunder geschieht. Denn angesichts eines Fünf-Punkte-Rückstands auf den Tabellenführer SV Bergisch Gladbach 09 ist der Aufstieg nach wie vor nicht ausgeschlossen. „Wir wollen die nächsten drei Zähler holen und Rang zwei verteidigen“, sagt Otto vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr, Walter-Mundorf-Stadion) gegen den TuS Königsdorf. Der Respekt vor dem Tabellenneunten ist groß – nicht nur wegen des Hinspiels (3:1), als man eine Viertelstunde vor Schluss noch zurücklag. „Taka macht einen Riesenjob in Königsdorf“, sagt der Siegburger Coach über seinen Gegenüber Takahito Ohno. „Er hat sämtliche Erwartungen übertroffen.“

Trainer Nils Teixeira

Trainer Nils Teixeira und Saim Delkic bleiben dem FC Hennef 05 über den Sommer hinaus erhalten.

Auch der Ligarivale FC Hennef 05 blickt nach dem 3:1-Erfolg über die SF Düren einer sorgenfreien Saison entgegen. Der Neun-Punkte-Vorsprung auf einen Abstiegsplatz erleichtert Sportchef Frank Fußhöller nicht zuletzt die Kaderplanung. Sechs Spieler haben bereits verlängert, nämlich das Torhüter-Duo um Moritz Hellwig und Luca Wilsing sowie Kenny Oelbaum, Lukas Kubek, Deniz Gönen und Saim Delkic. „Wenn es nach mir geht, bleibt der Kader größtenteils zusammen“, sagt Fußhöller. Angesichts heiß umworbener Talente wie Levi Dang oder Leon Rosic sei dies allerdings „keine einfache Aufgabe“.

Zumindest um die Trainerposition muss sich der Sportliche Leiter vorerst keine Sorgen machen, denn Nils Teixeira (35) besitzt noch einen Vertrag bis 2027. „Wir sind super zufrieden mit seiner Arbeit“, sagt Fußhöller über den Mann mit den 110 Zweitliga-Einsätzen. „Tex strahlt eine Ruhe und Souveränität aus, die der Mannschaft einfach guttun. Er ist sachlich, kann aber auch dazwischenhauen.“ Hinzu komme ein „hohes Einfühlungsvermögen. Tex ist nicht so verbissen und drückt auch mal ein Auge zu – sofern das nicht ausgenutzt wird.“

Am Sonntag (15 Uhr) müssen er und seine Spieler beim vom Ex-Hennefer Spieler Bünyamin Kilic trainierten SSV Merten (5.) ran. „Wir sind heiß“, sagt Fußhöller. „Erstens gefällt uns der Blick auf die Tabelle immer noch nicht. Zweitens wird es höchste Zeit, dass wir mal einen Großen schlagen.“ Es klingt nicht so, als würde der FCH die Saison einfach so ausklingen lassen.