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Kosten nähern sich Höchststand von 2022Wie sich die Immobilienpreise in Rhein-Sieg entwickeln

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Die Immobilienpreise im Rhein-Sieg-Kreis sind 2025 grundsätzlich eher angestiegen. (Symbolbild)

Die Immobilienpreise im Rhein-Sieg-Kreis sind 2025 grundsätzlich eher angestiegen. (Symbolbild)

Die Preissteigerungen und -senkungen in Rhein-Sieg sind sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen jedoch sind Gebrauchtimmobilien teurer geworden.

Die Immobilienpreise für gebrauchte Eigenheime im Rhein-Sieg-Kreis sind im Jahr 2025 gestiegen und nähern sich inzwischem dem früheren Höchststand von 2022. Darauf weist die Landesbausparkasse Nord/West (LBS) in ihrer Auswertung der empirica-Preisdatenbank für das vergangene Jahr hin.

Die Preise für Gebrauchtimmobilien seien 2022 insgesamt auf einem Höchststand gewesen, teilt die LBS mit. Abrupt seien damals die Zinsen gestiegen, was dazu geführt habe, dass die Preise wieder gesunken seien. In den vergangenen drei Jahren hätten sie sich wieder nach oben entwickelt.

Preise für Eigentumswohnungen in Troisdorf um vier Prozent gestiegen

In Troisdorf, der größten Stadt des Rhein-Sieg-Kreises, hat sich der Preis für eine gebrauchte Eigentumswohnung im Durchschnitt 2025 um vier Prozent gesteigert. Eine 80 Quadratmeter große Eigentumswohnung kostete demnach rund 259.200 Euro. „Der Preis lieg damit aber immer noch leicht unter dem Niveau von 2022“, sagt LBS-Gebietsleiter Thomas Busch. Auch die Preise für gebrauchte Reihenhäuser sind gestiegen, durchschnittlich 429.000 Euro kostete eine solche Immobilie in Troisdorf, das ist ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2022 verlangten Verkäufer durchschnittlich 470.000 Euro.

Laut LBS könnte das Geschäft bei den Neubauten auch wieder Fahrt aufnehmen. IT.NRW berichtet, die Zahl der Baugenehmigungen steige wieder, weil mehr Baugrundstücke zur Verfügung stünden. Der Quadratmeterpreis in Troisdorf für erschlossenes Bauland liege je nach Lage zwischen 425 und 608 Euro, so die LBS. Im vergangenen Jahr betrug der Durchschnittspreis 572 Euro.

Eigenheime in Siegburg wurden 2025 günstiger als im Vorjahr

In Niederkassel sei der Preis für ein gebrauchtes Eigenheim 2025 bei einem Preis von durchschnittlich 485.000 Euro um drei Prozent gesunken, teilt die LBS mit. Er liege 55.000 Euro unter dem Niveau von 2022, berichtet Thomas Busch. Auch für Eigentumswohnungen müssen Käufer im Vergleich zum Vorjahr drei Prozent weniger zahlen. Eine 80-Quadratmeter-Eigentumswohnung wurde 2025 für durchschnittlich 262.400 Euro verkauft. Zum Höchststand 2022 wurden 254.400 Euro verlangt.

Auch in der Kreisstadt Siegburg haben sich die Preise verändert, allerdings nicht so weitreichend. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen sind die Preise leicht gestiegen, um zwei Prozent, bei einem durchschnittlichen Preis von 281.600 Euro für eine 80-Quadratmeter Wohnung. Bei gebrauchten Reihenhäusern sanken die Preise um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr: Durchschnittlich verlangten Verkäufer laut LBS Nord/West 429.000 Euro für ein Haus. 2022 waren es 460.000 Euro.

Preise in Sankt Augustin steigen, in Lohmar bleiben sie nahezu unverändert

Stärker gestiegen sind die Preise für Gebrauchteigenheime in Hennef mit acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durchschnittlich 487.000 Euro kostete ein gebrauchtes Haus und liege damit aber noch 12.000 Euro unter dem Niveau von 2022, erklärt LBS-Gebietsleiter Rainer Schmitz. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen bleiben die Preise laut LBS im Vergleich zu 2024 nahezu unverändert. Eine 80 Quadratmeter große Wohnung kostete 265.600 Euro und damit ein Prozent mehr als 2024. Im Jahr 2022 kostete eine solche Wohnung noch 268.800 Euro.

Während in Sankt Augustin der Preis für ein gebrauchtes Reihenhaus um drei Prozent (399.400 Euro) und Preise für Eigentumswohnungen um zwei Prozent (216.000 Euro) gestiegen sind, blieben die Preise in Lohmar nahezu unverändert: Ein Eigenheim kostete 2025 wie auch im Vorjahr im Schnitt 498.900 Euro. Eine 80-Quadratmeter-Wohnung sei im Schnitt für 231.200 Euro verkauft worden, so die LBS, ein Minus von lediglich einem Prozent.

Eigentumswohnungen in Neunkirchen-Seelscheid zwölf Prozent teurer

Für den ländlicheren Rhein-Sieg-Kreis zeigen sich für das vergangene Jahr ebenfalls Preissteigerungen. So kostete ein gebrauchtes Eigenheim in Eitorf im Schnitt 337.000 Euro (ein Plus von vier Prozent). Kaum verändert seien die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen, eine Wohnung schlage hier mit 200.000 Euro zu Buche.

In Much stiegen die Preise für gebrauchte Eigenheime um vier Prozent, berichtet die LBS. Dort kostete ein Eigenheim durchschnittlich 415.000 Euro. Für gebrauchte Eigentumswohnungen sind die Preise unverändert im Vergleich zum Vorjahr: Eine Wohnung (80 Quadratmeter) kostete 2025 388.000 Euro. Zur Zeit der eigentlich allgemein hohen Immobilienpreise von 2022 war der Durschchnittspreis allerdings geringer und lag bei 212.000 Euro.

In Neunkirchen-Seelscheid sank der Preis um drei Prozent für ein Eigenheim (448.000 Euro werden verlangt). Der Preis für gebrauchte Eigentumswohnungen stieg jedoch stark, um rund zwölf Prozent. Hier kostet eine Wohnung 246.400 Euro. Hingegen sank der Preis für ein gebrauchtes Eigenheim in Ruppichteroth um 14 Prozent und kostete 2025 durchschnittlich 349.000 Euro. „Der Preisanstieg – auch nach dem Jahr 2022 hinaus – ist damit gestoppt“, sagt LBS-Gebietsleiter Rainer Schmitz. 

Anders sieht es in Windeck aus. Bei einem Durchschnittspreis von 254.000 Euro für ein gebrauchtes Haus stiegen die Kosten um sechs Prozent an.