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Rotter SeeKostenloses Baden kann teuer werden

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Der Rotter See in Troisdorf

Troisdorf – Ein Badeverbot für den Rotter See soll es auch nach dem tödlichen Unglück vom Sonntag nicht geben. Das hat Troisdorfs Erster Beigeordneter Heinz Eschbach gestern klargemacht. „Das wäre nicht die richtige Lösung auch angesichts des Freizeitinteresses“, sagte Eschbach. Konsequenzen aus dem Tod eines 22-Jährigen zieht die Stadt gleichwohl, gemeinsam mit der Ortsgruppe Troisdorf der DLRG.

Erlaubt ist das Baden im Rotter See „auf eigene Gefahr“, eine Schwimmaufsicht wird hier nicht gestellt. „Das ist in der Mehrheit der Seen und Talsperren in der Region so“, erläuterte Eschbach; die Stadt setze daher verstärkt auf Aufklärung. Mitglieder der DLRG werden am Wochenende – das erneut mit Hitze und sommerlichem Wetter aufwarten dürfte – die Badegäste am Rotter See über die Risiken informieren und ihnen die wichtigsten Baderegeln vermitteln. Eine möglicherweise auch ehrenamtliche Aufsicht ist nicht geplant; Ordnungsamtsleiterin Heike Linnhoff warnte auch: „Das gibt eine Pseudosicherheit.“ Wenn man den See regelrecht bewirtschaften wolle, so Heinz Eschbach, könne auch unter Aufsicht nur ein kleiner Teil zum Schwimmen freigegeben werden. Zudem müsse dann Eintritt erhoben werden – und genau den wollten die meisten Badegäste ja sparen.

Teuer kann der Besuch am Rotter See dennoch werden: Wenn nämlich die Gäste ihre Autos so abstellen, dass sie die Rettungswege blockieren. „Die Freiheit des Dschungels“ nehme sich da so mancher Besucher heraus, sagte Heinz Eschbach; ein Verhalten, dem die Stadt „schon immer“ entgegentrete, wie Heike Linnhoff betonte. „Bei gutem Wetter sind wir dort unterwegs.“

Am Wochenende ist zudem der Einsatz von Ordnern geplant, die den Parkplatz suchenden Autofahrern mit Handzetteln weiterhelfen. Unter anderem verweisen sie auf den Parkplatz des Berufskollegs an der Kerschensteiner-Straße, nur wenige Minuten Fußweg entfernt. Wer falsch parkt, müsse natürlich mit einem Knöllchen rechnen, hieß es gestern. Und wer die Rettungswege zuparkt, werde sein Auto bei der Rückkehr dort nicht mehr finden. „Im Rahmen der Abschleppkapazitäten“, so Eschbach, werde man vorgehen.