Hortense Eichwald redete ihrem Zukünftigen die Pläne aus, in die USA zu ziehen.
Von der Mutter bekanntgemachtHeinz und Hortense Eichwald aus Sankt Augustin feiern Diamanthochzeit

Hortense und Heinz-Udo Eichwald feiern Diamanthochzeit.
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Es war die Mutter von Heinz Udo Eichwald, die die Ehe initiiert hat. „Es gibt da eine Dame in der Bank in Hangelar, die mich immer so nett bedient“, habe die Mutter damals zu ihm gesagt. Eichwald ging hin, fand die damals 20-jährige Hortense auf Anhieb sympathisch und lud sie prompt zu einem Spaziergang am Rhein ein. Am Dienstag (4. August) feiern die Eheleute Diamanthochzeit.
Während des langen Gesprächs redete die 20-Jährige dem 25-jährigen Maschinenbau-Student zwar die Pläne aus, in die USA zu ziehen. Dafür folgte kein Jahr nach dem Kennenlernen die Hochzeit, und ein Jahr später kam Sohn Dirk zur Welt.
Ehepaar aus Sankt Augustin machte sich 1972 selbstständig
Im Jahr 1972 entschied das Ehepaar aus Sankt Augustin-Niederpleis, sich selbstständig zu machen. Ein großes Risiko nennt Udo Eichwald diese Idee rückblickend. „Wir haben mit nichts angefangen“, erinnert sich Hortense Eichwald. Die Metallbaufirma der Eichwalds besteht bis heute, Sohn Dirk führt die Geschäfte mittlerweile. Sein Vater arbeitete aber bis vor zwei Jahren noch für die Firma, seitdem kommt er langsam zur Ruhe.

Hortense und Heinz-Udo Eichwald heirateten ein knappes Jahr nach ihrer ersten Begegnung.
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Bis zu 260 Stunden im Monat, also sieben Tage, habe er mitunter gearbeitet, ein intensiver Job, der ihm aber immer unheimlich viel Spaß gemacht habe, sagt der 85-Jährige. In Hochzeiten beschäftigte er bis zu 50 Mitarbeiter. Stolz erzählen die Eheleute, Fenster und Türen für die Universität Algier gebaut zu haben, ansonsten hat die Firma etwa einige Gebäude in Köln ausgestattet.
Eheleute unternehmen drei bis vier Reisen im Jahr
Trotz viel Arbeit hat sich das Ehepaar Eichwald immer ausgiebigen Urlaub gegönnt. Drei- bis viermal im Jahr verreisen sie, Wohnmobiltouren durch Kanada, Mexiko und Neuseeland haben sie hinter sich, heute sind sie gern mit ihrem Oldtimer unterwegs.
Für 60 Jahre erfolgreiche Ehe braucht es aus Hortense Eichwalds Sicht gar nicht so viel: „Toleranz gegenüber dem Partner, und man muss sich eben lieben“, sagt die 80-Jährige. Ihr Ehemann treibt die Analyse noch weiter: „Alle zehn bis 15 Jahre muss man die Liebe neu erfinden.“ Nur so könne es funktionieren, da man sich als Mensch verändere, was die Beziehung auf die Probe stelle. „Ein gutes Team waren wir schon immer, wir haben uns gut ergänzt“, stellt Hortense Eichwald fest, die sowohl vom Beruf spricht als auch von der Ehe.
