Die Aufbruch-Fraktion um Ratsherr Köhler klagt über die Vorgehensweise bei der Neubesetzung der Dezernentenstelle.
„Im Schweinsgalopp“Neubesetzung der Dezernentenstelle in Sankt Augustin sorgt für Ärger

Im Rathaus von Sankt Augustin herrscht dicke Luft. (Archivfoto)
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Der für klare Aussagen bekannte Ratsherr Wolfgang Köhler hat sich nun in Sachen Neubesetzung der Dezernentenstelle in der Stadtverwaltung zu Wort gemeldet. Als „rücksichtslos und unseriös“ wertet der „Aufbruch“-Fraktionsvorsitzende das von der „rot-grün-gelben Ratsmehrheit durchgeboxte Verfahren“ zur Neubesetzung der Dezernentenstelle, die vorher mit Ali Dogan innehatte.
Im Schweinsgalopp durch ein Bewerbungs- und Auswahlverfahren zu hetzen, werde der Bedeutung der Stelle in keiner Weise gerecht, zumal die oder der Neue sofort auch als Erste Beigeordnete oder Erster Beigeordneter fungieren solle, so Köhler.
Rat entscheidet am 20. Juni über neuen Beigeordneten und Dezernenten
Als besonders bedenklich sieht er die gleichzeitige Wahl zum Dezernenten und Ersten Beigeordneten. Deswegen werde eine B3-Stelle (um 9000 Euro im Monat, Anmerkung der Redaktion) ausgeschrieben, und die Besoldung müsse wohl auch dann weitergezahlt werden, wenn dem Dezernenten die Funktion als Erster Beigeordneter entzogen werden sollte.
Wolfgang Köhler: „Wenn man die Abläufe und die Terminsetzungen des ersten Halbjahres 2023 Revue passieren lässt, wird man geradezu mit der Nase darauf gestoßen, dass die rot-grün-gelbe Mehrheit im Rat schon längst die Person in der Warteschleife hat, die diese Stelle bekommen soll. Nur eine Person, die schon seit Anfang des Jahres weiß, dass diese Stelle für sie reserviert ist, kann den Hürdenlauf der dichten Taktung der Termine bewältigen.“
Am 2. Juni endete die Bewerbungsfrist. „Die Unterlagen der Bewerber wurden den Fraktionen zur Prüfung weitergeleitet“, berichtet Stadt-Pressesprecher Benedikt Bungarten. In seiner Sitzung am Dienstag, 20. Juni, soll der Rat entscheiden, wer den Zuschlag bekommt.

