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In Siegburg vor Gericht23-Jähriger ohne Führerschein nach Unfallflucht gefasst

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Audi_Auspuff

Symbolbild 

Sankt Augustin/Siegburg – Er fuhr ohne Führerschein, baute einen Unfall, flüchtete und wurde nach wenigen Kilometern von der Polizei gestellt: Vom Amtsgericht wurde der 23-Jährige nun wegen seiner Taten im April 2021 zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten und zwei Wochen verurteilt.

Ein Jahr Führerscheinsperre

Auch wenn diese Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, könnte sie sich empfindlich auf seine berufliche Zukunft auswirken. Denn der junge Mann, der derzeit von der Unterstützung seiner Mutter lebt, möchte sich selbstständig machen. Eine Vorstrafe aber könnte bewirken, dass ihm die Behörden den nötigen Gewerbeschein nicht erteilen.

Der Angeklagte, der zuvor schon mehrmals ohne Führerschein am Steuer aufgefallen war, habe bei dem Unfall am 10. April in Mülldorf einen hohen Schaden von mehr als 8000 Euro verursacht und seinen Unfallgegner damit allein gelassen, sagte Richter Herbert Prümper. Er habe ausschließlich aus „eigennützigen Motiven“ gehandelt.

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Bei der Kontrolle fand die Polizei auch einige Gramm Marihuana. Ob der junge Mann indes, wie ein Zeuge behauptete, damit Handel trieb, konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Deshalb unterliege das Geld, das er bei sich hatte, rund 2500 Euro, nicht der Einziehung.

Der Betrag dürfe nur dann in die Staatskasse fließen, wenn er zweifelsfrei aus illegalen Geschäften stamme, darauf wies sein Strafverteidiger hin. Die Summe gehöre der Mutter, diese arbeite in einer Botschaft, „da ist Geld vorhanden“.

Richter Prümper, der mit seiner Strafe über die Forderung des Staatsanwaltschaft hinausging, verhängte zudem eine Führerscheinsperre von einem Jahr. Vermutlich werde es länger dauern, bis der Angeklagte sich legal hinters Steuer setzen könne, vermutete er. Als Betäubungsmittelkonsument müsse er sich einer langwierigen und teuren MPU unterziehen.