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KommentarFörderstopp für energetische Sanierung in Siegburg ist Tritt vors Schienbein

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Schulzentrum_Neuenhof

Das Schulzentrum Neuenhof wird saniert. Ob der Bund das bezuschusst, ist neuerdings wieder fraglich.

Seit Jahren schon trommelten die Siegburger Grünen für energetische Gebäudesanierungen, auch schon zu den Zeiten, als sie noch in der Opposition waren. Doch nichts tat sich, nicht beim Schulzentrum und auch nicht beim Rathaus, zu dem es erst einen Bürgerentscheid geben musste.

Und jetzt das: Seit knapp eineinhalb Jahren reagieren die Grünen der Kreisstadt in einer Ampel mit, die Sanierungen sind auf den Weg gebracht, und dann kommt aus Berlin ein fieser Tritt vor das Schienbein. Ausgerechnet von Parteifreund Robert Habeck, Minister für Wirtschaft und Energie in der Ampelkoalition, der mit dem zunächst verkündeten Stopp der Förderungen gleichzeitig auch wichtige Projekte für Siegburger Schulen in Frage stellt.

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Dabei liegen jetzt dank eines Verbundprojekts der Stadt Siegburg mit den Hochschulen Köln und Aachen Zahlen auf dem Tisch. Diese kann niemand ignorieren, der Klimaschutzziele erreichen will. Sie zeigen auch, dass es nicht damit getan sein kann, die privaten Häuslebauer „nicht im Regen stehen zu lassen“.

Sanierung eines Schulzentrums hat hohe Priorität

Denn bei allem Verständnis für deren Situation: Das riecht doch arg danach, dass auf diese Weise bevorzugt die besser verdienende Wählerklientel von FDP und Grünen bedient werden soll. Was das Gemeinwohl angeht, kann jedenfalls die Sanierung eines Schulzentrums mit Gesamt- und Realschule wohl kaum geringere Priorität haben – oder ein Neubau als Ersatz für die maroden Turnhalle eines Gymnasiums.

Merke: Nicht nur Häuslebauer, auch Eltern von Schulkindern haben Wählerstimmen.