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Spezialeinheiten der Polizei üben in Siegburg

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Ein Beamter des Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei Rheinland-Pfalz ist während einer Übung in Aktion.

An der Übung sind rund 200 Kräfte beteiligt. (Symbolbild)

Die nichtöffentliche Übung findet in einem leerstehenden Bürokomplex statt. Geübt werden soll unter anderem eine Geiselnahme.

Spezialkommandos der Polizei NRW üben am Samstag (18. April) verschiedene Einsatzszenarien in Siegburg. Organisiert hat die Übung im leerstehenden Bürokomplex an der Jean-Dohle-Straße das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) der Polizei NRW, das Spezialeinheiten für besondere Einsatzlagen ausbildet.

Wie die Pressestelle des LAFP mitteilt, üben diese eine Geiselnahme und trainieren dabei Einsatzabläufe und das gemeinsame taktische Vorgehen. An der Übung sind rund 200 Kräfte beteiligt, die teilweise mit zivilen Fahrzeugen anrücken. Solche Maßnahmen seien feste Bestandteile der polizeilichen Fortbildung, teilt das LAFP mit.

Realitätsnahe Übungen besonders für Spezialeinheiten von zentraler Bedeutung

Die Polizei NRW habe stets die aktuellen Entwicklungen im Blick: Erfahrungen aus polizeilichen Lagen der Vergangenheit flössen gezielt in die permanente Entwicklung der polizeilichen Aus- und Fortbildung ein. „Polizeibeamtinnen und -beamten werden dabei Taktiken vermittelt, um in Extremsituationen handlungs- und aktionsfähig zu bleiben. Insbesondere für Spezialeinheiten sind realitätsnahe Übungen von zentraler Bedeutung. Unsere Einsatzkräfte müssen im Ernstfall innerhalb von Sekunden sichere und professionelle Entscheidungen treffen“, sagt Markus Henkel, der Direktor des LAFP.

Diese Fähigkeiten entstünden durch lebensnahe Übungsszenarien unter realistischen Bedingungen. „Übungen wie diese in Siegburg bieten dafür den idealen Rahmen. So stellen wir sicher, dass unsere Polizistinnen und Polizisten im entscheidenden Moment professionell handeln.“ Bei der Übung sind vereinzelt Verkehrsbeeinträchtigungen und Geräusche möglich. Die Polizei teilt mit, sie bemühe sich, Auswirkungen auf die Öffentlichkeit gering zu halten. Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner wurden im Vorfeld informiert.