Erfolgreich gesprengtWeltkriegsgranate in Siegburg bei Poolbau entdeckt

Eine 8,8-Zentimter-Granate ist am Donnerstagmorgen in Siegburg gefunden worden.
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Siegburg – Einen Splitter der Weltkriegsgranate drückte ein Feuerwerker des Kampfmittelräumdienstes Karin Papadopoulos in die Hand. Er dürfte die Siegburgerin länger an einen aufregenden Tag erinnern. Am Vormittag hatte sie auf ihrem Grundstück in Stallberg bei Arbeiten an einem Swimmingpool den „eisernen Gegenstand“ entdeckt. Sie maß ihm zunächst keine Gefährlichkeit zu, bis ein Nachbar, ein ehemaliger Berufssoldat, sie darauf aufmerksam gemacht habe, „dass es eine Granate ist, die auch explodieren könnte“.

Beim Bau des Pools wurde die Granate in Siegburg entdeckt.
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Karin Papadopoulos schlug Alarm, wenig später war der Kampfmittelräumdienst da. Die Spezialisten erkannten, dass es sich um eine 8,8-Zentimeter-Granate handelte. Vor allem aber wussten sie, dass der Zünder nach wie vor scharf war und vor allem so empfindlich, dass sie es nicht riskieren wollten, das Fundstück zu transportieren.
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Sie entschieden sich für eine sogenannte „kontrollierte Sprengung“ im Wald, der an das Grundstück grenzt. Nachdem die umliegenden Häuser im Umkreis von 100 Metern evakuiert waren, schritten die Munitionsfachleute zur Tat. Um 13.45 Uhr gab es einen dumpfen Knall. Zurück blieben eine Grube und eine Karin Papadopoulos, die zwar sehr gelassen wirkte, gleichwohl am Abend ein Gläschen Sekt trinken wollte.
Ihre Nachbarn, etwa ein Dutzend waren zu der Zeit zu Hause, warteten während der Aktion bei Bekannten und durften wieder in ihre Häuser und Gärten zurück. Betroffen war auch ein Elektrohandel an der Kaldauer Straße.


