Finanzielle LageSiegburg hat höchste Pro-Kopf-Verschuldung in NRW

Unter den kreisangehörigen Kommunen hat Siegburg die höchste Pro-Kopf-Verschuldung.
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Siegburg/Düsseldorf – Die Kreisstadt des Rhein-Sieg-Kreises belegt unter allen kreisangehörigen Kommunen in Nordrhein-Westfalen einen einsamen Spitzenplatz. Denn die Stadt hat im Jahr 2021 mit 11.577,31 Euro die bei weitem höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Bundesland. Die Stadt führt die Statistik mit großem Abstand vor Velbert im Kreis Mettmann an, wo die Pro-Kopf-Verschuldung bei 6525,47 Euro liegt.
Insgesamt sind die Schulden von Gemeinden und Gemeindeverbänden im vergangenen Jahr trotz der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen aber kaum gestiegen. Mit rund 60,1 Milliarden Euro lagen sie Ende 2021 nur 26 Millionen Euro oder 0,04 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Rein rechnerisch ergab sich damit für jede Einwohnerin und jeden Einwohner des Landes eine Verschuldung von 3359 Euro (2020: 3353 Euro).
Zum Vergleich: Im Jahr 2001 hatte der Schuldenstand der NRW-Kommunen lediglich 36,1 Milliarden Euro betragen. Die Statistiker berücksichtigen bei ihren Berechnungen neben den Schulden der Kernhaushalte auch die Schulden der kommunalen Eigenbetriebe, der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen und der kommunalen Anstalten öffentlichen Rechts.
Dass es in Sachen Verschuldung der kommunalen Kassen auch anders geht, zeigen Gemeinden in Westfalen und im westlichen Münsterland. In Salzkotten im Kreis Paderborn betrug die Pro-Kopf-Verschuldung 2021 nur 6,62 Euro. Die Stadt Velen im Kreis Borken war als einzige Kommune in NRW gar völlig schuldenfrei.
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Von den kreisfreien Städten im Land wiesen Ende 2021 Mülheim an der Ruhr (10.006,25 Euro) und Oberhausen (9555,67 Euro) die höchsten Pro-Kopf-Verschuldungen auf; die niedrigsten Werte hatten hier Düsseldorf (1870,15 Euro) und Hamm (2035,00 Euro). (dpa)

