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Tag der DemokratieSiegburg will dem Bündnis für Demokratie und Vielfalt beitreten

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Der Blick von oben: Viele Menschen kamen zum Tag der Demokratie in Siegburg.

Der Blick von oben: Viele Menschen kamen zum Tag der Demokratie in Siegburg.

Bürgermeister Stefan Rosemann verkündete den Beschluss des Verwaltungsvorstands am Aktionstag. Die Kreisstadt will damit Zusammenhalt zeigen.

„We Are the World“ erklang vor dem VHS-Studienhaus an der Humperdickstraße, und passender hätte die musikalische Botschaft wohl kaum sein können. Vor der Bühne klatschten die Besucher im Takt, bewegten sich zur Musik und stimmten schließlich selbst mit ein. Die Chöre KlangArt aus Siegburg und Klangfarben aus Eitorf unter der Leitung von Ruslan Aliyev machten damit hörbar, worum es an diesem Sonntagnachmittag ging: gemeinsam für Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde einzustehen.

„Mitmachen. Mitreden. Demokratie feiern“ lautete die Einladung des Bündnisses für Demokratie und Vielfalt zum Siegburger Tag der Demokratie. Während des Tags der offenen Tür der Volkshochschule (VHS) verwandelte sich der Platz in einen Treffpunkt für Menschen und Institutionen, die sich für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.

Siegburgs Bürgermeister Stefan Rosemann fand deutliche Worte

Was das im Alltag bedeuten kann, zeigten die Beteiligten auf unterschiedliche Weise. Am Stand der Gemeinde Sankt Servatius brachte ein farbenfrohes Gemälde die Botschaft auf den Punkt: „Demokratie zum Blühen bringen“. Das Kinderheim Pauline von Mallinckrodt erklärte seine Teilnahme damit, dass die ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen auch künftig in Frieden und Freiheit leben sollten. „Bunte Mischung statt Einheitsbrei“ stand dort auf einem Zettel. Die Arbeiterwohlfahrt gehörte ebenso zu den Beteiligten wie die evangelische Kirche, Caritas, SKF, SKM, der Paritätische und die VHS selbst.

Bürgermeister Stefan Rosemann kündigte den Beitritt der Stadt zum Bündnis für Demokratie und Vielfalt an.

Bürgermeister Stefan Rosemann kündigte den Beitritt der Stadt zum Bündnis für Demokratie und Vielfalt an.

Deutliche Worte im Geist der Demokratie fand Bürgermeister Stefan Rosemann. In seiner Eröffnungsrede richtete er sich auch an Menschen, die sich von extremen Parteien angesprochen fühlen. „Ihr müsst keine Angst haben. Ihr müsst euch nicht den extremen Parteien anhängen, weil deren Lösungen niemals funktionieren werden“, sagte er. Sorgen und Nöte müssten gehört und ernst genommen werden. Zugleich formulierte Rosemann eine klare Grenze: „Wir wehren uns gegen jede Form der Intoleranz und Missachtung der Menschenwürde, wir haben eine klare Haltung und wir zeigen sie auch.“ Dafür gab es kräftigen Applaus.

Noch größer fiel der Beifall aus, als Rosemann ankündigte, dass die Kreisstadt Siegburg dem Bündnis für Demokratie und Vielfalt beitreten wolle. Dies habe er gemeinsam mit dem Verwaltungsvorstand beschlossen. Die Stadt wolle damit Zusammenhalt zeigen und gemeinsam Zukunft gestalten.

Wir haben dazu beigetragen, hier in Siegburg eine weltoffene, freundliche Atmosphäre zu erhalten
Andrea Kern, Organisationsteam des Bündnisses

Eine Tanzgruppe ukrainischer Kinder trat auf, ebenso die Tanzgruppe von Sakine Iseri. Die Chöre KlangArt und Klangfarben sangen A cappella Stücke, darunter „Zusammen singen wir stärker“. Für weitere musikalische Unterhaltung sorgte die Band Mad Memories.

Mehrere Tanzgruppen und Chöre waren im Programm beim Demokratiefest vertreten.

Mehrere Tanzgruppen und Chöre waren im Programm beim Demokratiefest vertreten.

Andrea Kern von Sankt Servatius, die zum Organisationsteam des Bündnisses gehört, zieht eine positive Bilanz: „Es war eine tolle Gemeinschaftsleistung für ein tolles Gemeinschaftserlebnis.“ Doch es ging ihr um mehr als einen gelungenen Nachmittag: „Wir haben dazu beigetragen, hier in Siegburg eine weltoffene, freundliche Atmosphäre zu erhalten und immer mehr Menschen darin zu bestärken, Haltung zu zeigen, für Demokratie und Menschenwürde und gegen Hass, Hetze und Rassismus.“