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Morgennebel im TalRadtour „Rund um die Siegburger Abtei“ lockte zahlreiche Fahrer auf die Strecke

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Die Strecke führte über die L224 zum Brölbach an der ehemaligen Kornbrennerei vorbei, wo sich auch eine Verpflegungsstation für die Teilnehmenden befand.

Die Strecke führte über die L224 zum Brölbach an der ehemaligen Kornbrennerei vorbei, wo sich auch eine Verpflegungsstation für die Teilnehmenden befand. 

Rund 350 Radlerinnen und Radler begaben sich auf die Strecken über 25, 50, 80, 110 und 150 Kilometer durch Rhein-Sieg und das bergische Land.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Auf den Straßen zwischen Siegburg und dem Bergischen Land gehörte der Sonntagmorgen tatsächlich den Frühaufstehern. Während der Morgennebel langsam den Blick freigab, rollten die ersten Rennräder bereits über die Felderhoferbrücke in Bröleck zur ersten Verpflegungsstation der Radtourenfahrt „Rund um die Siegburger Abtei“ vom RV Siegburg. „Herrlich“, schwärmte eine Teilnehmerin: „Wie sich auf der Fahrt hierhin der Nebel gelichtet hat.“

Exakt um 7.31 Uhr registrierte Sabine Münzberg die ersten beiden Fahrer aus Uckerath. Die 60-Jährige führte an der Kontrollstelle Strichliste. Um 8.15 Uhr standen 26 Teilnehmer auf ihrem Zettel, 45 Minuten später waren es bereits 50. „Die beiden Uckerather wollten zum Frühstück wieder zu Hause sein“, sagte sie schmunzelnd.

350 Radlerinnen und Radler begaben sich auf die fünf Strecken

Bis zum Meldeschluss hatten sich rund 350 Radsportlerinnen und Radsportler auf die fünf komplett ausgeschilderten Strecken über 25, 50, 80, 110 und 150 Kilometer begeben. Die Touren führten durch den rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, das Bergische Land bis in den benachbarten Westerwald. Die meisten Teilnehmenden kamen aus der näheren Umgebung inklusive Köln und Bonn. Aber auch Radfans aus Wuppertal, Jülich, Erftstadt sowie Gäste aus Belgien und den Niederlanden waren dabei.

„Mit rund 350 Radsportlerinnen und Radsportlern bewegen wir uns in dem Rahmen, den wir erwartet haben. Vor Corona waren es noch mehr als 1000“, sagte Organisatorin Sandra Wasylik an der ersten Verpflegungsstation an der ehemaligen Bröltaler Kornbrennerei. Viele Teilnehmer seien seit Jahren Stammgäste: „Unser Veranstaltungsdatum ist Tradition, es fällt immer mit dem Ende der Tour de France zusammen.“

Verpflegungsstation mit Broten, Müsliriegeln, Bananen, Waffeln und Tee

Während die Schlussetappe der Frankreich-Rundfahrt komplett durch die Straßen von Paris führte, ging es für die Teilnehmer der Radtourenfahrt durch den Pleiser Wald und das Wiedtal. Den schöneren Ausblick hatten an diesem Tag zweifellos die Radsportler im Rhein-Sieg-Kreis.

An der ersten Verpflegungsstation wartete eine reichhaltige Verpflegung auf die Ausdauersportler. Belegte Brote mit Käse, Schinken, Salami, Schmalz oder Frischkäse lagen bereit, später kamen Nutella-Brote hinzu. Dazu gab es Bananen, Müsliriegel, Waffeln sowie Tee und Cola. „Am besten gehen immer Schmalz und Käse“, verriet Wasylik, während Andreas Stamm (64) unermüdlich für Nachschub sorgte. 

Sandra Wasylik (Mitte) an der Verpflegungsstation für die Radfahrenden.

Sandra Wasylik (Mitte) an der Verpflegungsstation für die Radfahrenden.

Dass eine solche Veranstaltung nur mit großem ehrenamtlichem Einsatz funktioniert, zeigte sich schon vor Sonnenaufgang. Holger Dirlam war bereits um 5 Uhr unterwegs, um gemeinsam mit Hans-Peter Eller die komplette Streckenbeschilderung noch einmal zu kontrollieren. „Bereits am Vortag waren wir mit einem mehrköpfigen Team sieben Stunden damit beschäftigt“, berichtete Dirlam. Erst gegen 21 Uhr waren die letzten Hinweisschilder wieder eingesammelt.

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Zum dritten Mal gehörte auch ein Fahrsicherheitstraining zum Programm. Es richtete sich vor allem an E-Bike-Fahrer. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden kostenlos die 25-Kilometer-Runde absolvieren. Der Rhein-Sieg-Kreis übernahm das Startgeld. „Wir möchten den Teilnehmern mehr Sicherheit im Umgang mit dem E-Bike vermitteln und auf typische Gefahrensituationen aufmerksam machen“, erklärte Achim Kern.

Für Sandra Wasylik blieb am Ende vor allem ein Bild in Erinnerung: „Ich freue mich jedes Jahr darauf, viele bekannte Gesichter wiederzusehen und in strahlende Gesichter zu blicken.“