Großbrand in TroisdorfDie Einsatzkräfte kämpften gegen ein Flammenmeer

In der Halle brannter organischer Müll.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
Troisdorf – Die Troisdorfer Feuerwehr hat in der Nacht stundenlang einen Großbrand in einem Unternehmen für Abfallverwertung bekämpft. Organische Stoffe und Sperrmüll standen nach Mitternacht auf mehreren Hundert Quadratmeter Fläche in Flammen.
Die Rauchwolke konnten die ersten der später 60 Einsatzkräfte schon auf der Anfahrt erkennen. Sie waren zu einem Verwertungspark an der Gierlichstraße gerufen worden. Ein Vordach sollte brennen.
Doch erst als der Einsatzleiter, Brandoberrat Lars Gödel, auf das Gelände des Unternehmens fuhr, konnte er das Flammenmeer sehen, das sich unter dem Dach einer offenen Halle gebildet hatte. Schnell war klar, dass es eine lange Nacht werden würde. Gödel ließ weitere Einheiten nachalarmieren.
In mehreren durch Betonwände getrennten Bunkern lagern dort unterschiedliche Abfallsorten. In dem mit dem organischen Müll war die größte Hitzeentwicklung entstanden. Die Flammen waren bereits auf den daneben liegenden Sperrmüll übergeschlagen.

Dichte Rauchwolken quollen aus den Bunkern.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
Besondere Herausforderung für die Feuerwehr war, dass über eine Förderraupe eine Verbindung zu einer benachbarten Halle bestand. Den Wehrleuten gelang es, eine Ausbreitung in diesen geschlossenen und gleichfalls überdachten Bereich zu verhindern.
Ihre Aufgabe bestand nun darin, den Brand in dem rund 500 Quadratmeter großen brennenden Areal zu bekämpfen. Mitarbeiter der Firma waren gerufen worden. Sie konnten zwei große Bagger bedienen, die das teils glimmende, teils offen flackernde Material herausholten. Angriffstrupps unter Atemschutz löschten es ab.

50 Feuerwehrleute bekämpften das Feuer.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
Andere Trupps gingen gegen das offene Feuer vor, das noch nach mehr als anderthalb Stunden loderte. Die Arbeiten zogen sich in die Länge und dauerten bis in die späten Nachtstunden.
Das könnte Sie auch interessieren:
Durch den Einsatz der Großgeräte stellten sich aber bald erkennbare Löscherfolge ein. Gödel ließ Verpflegung und Getränke kommen. Eine Brandschutzwache blieb bis zum Morgen an der Einsatzstelle.
Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes des benachbarten Industrieparks hatten den Großbrand entdeckt und ihn der Feuer- und Rettungsleitstelle gemeldet. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen aufnehmen.


