Die Stadt investiert 2,7 Millionen Euro in das Vorhaben, zu dem auch ein großes Regenrückhaltebecken gehört.
MehrgenerationenparkJung und Alt kommen in Sieglar auf ihre Kosten

Eröffnung des Mehrgenerationenparks Sieglar samt einer Kletterlandschaft für kleine Besucherinnen und Besucher.
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Verwaltungsbeamte und Kommunalpolitiker stemmen die Bügel eines Fitnessgeräts zwecks Training von Rücken und Armmuskulatur in die Höhe oder versuchen an einem Rudergerät oder einer Stange für Klimmzüge, Kinder hangeln sich durch lange Kletternetze oder schwingen sich jauchzen in einer großen Schaukel in die Höhe.
Wenn es bei dem durchaus gemischten Publikum hinter der riesigen Gesamtschule in Sieglar bleibt, ist die Rechnung der Stadt aufgegangen: Der Mehrgenerationenpark hinter der Baustelle für die Gesamtschule in Sieglar wurde jetzt eröffnet.
Hohe Aufenthaltsqualitäten für Menschen aller Altersgruppen
2,7 Millionen Euro wurden in den Park investiert, der hohe Aufenthaltsqualitäten für Menschen aller Altersgruppen bieten soll, die etwas für Gelenkigkeit und Gesundheit tun wollen oder einen großzügig angelegten Spielplatz suchen. Einige Stationen folgen dem Calisthenics-Prinzip, bei dem das eigene Körpergewicht für das Training eingesetzt wird.

Die Geräte für die Erwachsenen kamen auch bei den Pänz gut an.
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„Auf einer 15.000 Quadratmetern entstand in einem Jahr Bauzeit ein vielfältig nutzbarer Park, der künftig das Stadtquartier bereichern wird“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. 60 Prozent der Kosten kamen als Zuschuss von der Städtebauförderung NRW.
Aus Sicht der Stadt gehört er zum Neubau der Gesamtschule, sodass „ein Campus für Bildung, Sport und Kultur“ entsteht, der Schülern und Schülerinnen ebenso offen stehen soll wie allen Bürgerinnen und Bürgern.
Gesamtschule ist das größte Bauvorhaben in der Geschichte Troisdorfs
Bürgermeister Alexander Biber sprach in seiner Eröffnungsrede von einer „Einladung gemäß dem eigenen Lebenstempo und der eigenen Interessen in die Natur zu kommen, sich unter Menschen zu begeben“. Der Campus mit der neuen Gesamtschule sei das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Stadt Troisdorf. Stadtplanung solle dabei ganzheitlich gedacht und die Lebensqualität der Menschen verbessert werden.
Ein wichtiges Detail ist ein großes Rückhaltebecken, das Regenwasser speichern und Überflutungen vorbeugen soll. Die Anlage des Parks ist auch wichtig, da für den Bau der Schule 101 Bäume gefällt werden mussten. 133 Bäume sind für Ersatzpflanzungen vorgesehen. Einen Baum pflanzte Biber zur Eröffnung gemeinsam mit einer Gruppe von Kindern.

2,7 Millionen Euro investiert die Stadt in den Park.
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Mit der neuen Gesamtschule entstehen nach Angaben der Troisdorfer Stadtverwaltung 10.400 Quadratmeter Nutzflächen binnen fünf Jahren. Im kommenden Jahr soll die Eröffnung gefeiert werden. Die Projektkosten werden mit 60 Millionen Euro brutto beziffert. Der Bau sei erforderlich geworden, da eine Sanierung der bestehenden Gertrud-Koch-Gesamtschule unwirtschaftlich gewesen wäre.
Respekt, Verantwortung und Nachhaltigkeit
Die Schule habe einen Einzugsbereich, der über die Stadtgrenzen hinausreiche und lege Wert auf Respekt, Verantwortung und Nachhaltigkeit. „Sie wurde bewusst nach der Edelweißpiratin Gertrud Koch benannt, die für kreative Zivilcourage stand“, heißt es in der Projektbeschreibung der Stadt.
Dem Bau war ein Architekturwettbewerb vorausgegangen, den das Architekturbüro pbr Planungsbüro Rohling AG in Zusammenarbeit mit der wbp Landschaftsarchitekten GmbH gewann. Ein Projektteam der Stadtverwaltung und die Architektenbüros entwickelten die Planung weiter.