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Rundschau-PodiumKosten sparen beim Hausbau – Das raten die Experten

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Experten des Rundschau-Podiums gaben Tipps, wie Kosten beim Hausbau trotz der aktuell angespannten Lage eingespart werden können. (Symbolfoto)

Köln – Die Zeit von Öl und Gas ist definitiv vorbei, Bausparverträge aber könnten wieder ein Mittel der Baufinanzierung werden. Zwei Erkenntnisse des jüngsten Rundschau-Podiums zum Thema „Finanzierung und Förderung beim Bauen und Wohnen“ im Rautenstrauch-Joest-Museums.

Steigende Energiepreise infolge des Ukraine-Krieges und die weiter hohen Preise auf dem Immobilienmarkt machen es für Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer aktuell schwer, langfristig zu planen und die richtigen Entscheidungen für eine sinnvolle Geldanlage oder für nachhaltige Bauvorhaben zu treffen. Trotzdem zeigten sich die Experten des Rundschau-Podiums zuversichtlich, dass auch aktuell Energie und Kosten eingespart werden können.

Bausparverträge wieder eine gute Option

Den Fragen der Leserinnen und Leser stellten sich Ragnhild Klußmannn, Mitgründerin des Kölner Architekturbüros „raumwerk.architekten“ und stellvertretende NRW-Vorsitzende des Bund Deutscher Architekten (BDA), Harald Maser, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei der Juhn Partner GmbH und Andreas Oelke, Leiter des Bereichs„Privatkunden Immobilienberatung“ der Sparkasse KölnBonn. Moderiert wurde der Abend von Nathalie Bergdoll.

Rundschau-Podium: (v.l.) Steuerberater Dr. Harald Maser, Moderatorin Nathalie Bergdoll, Immobilienberater Andreas Oelke und die Architektin Ragnhild Klußmann.

Finanzexperte Andreas Oelke brachte es auf de Punkt: „Wir erleben aktuell einen deutlichen Zinsanstieg, dazu die Energiekrise und haben zudem die Aufgabe, für Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Gebäudewirtschaft zu sorgen. Lange konnten wir im Zinsbereich von 0,5 bis 0,8 Prozent Immobiliengeschäfte abschließen, jetzt sind wir über einem Prozent. Die Inflation sorgt dafür, dass es weiterhin eine Zinserhöhung geben wird.“ Somit würden auch die Finanzierungssummen steigen, und Bausparverträge wahrscheinlich wieder ein probates Mittel.

Schnelles Handeln erfordere auch der überraschende Stopp der KfW-Förderprogramme zu Jahresbeginn. Wichtig sei es, mit einem Architekten oder Bauphysiker schnell in Kontakt zu treten, betonte Ragnhild Klußmann, um die Immobilie finanzierbar und nachhaltig zu gestalten. „Ganz wichtig auch: Eine Wärmepumpe ist absolut empfehlenswert, die Zeit von Öl und Gas ist definitiv vorbei.“

Holz statt Laminat: Steigende Preise für Baumaterialien erfordern Kompromisse

„Für die Umsetzung der Klimaziele wird es immer wichtiger, die Energiewende im Gebäudebereich voranzutreiben, um den eigenen Geldbeutel zu schonen und die Wertigkeit einer Immobilie zu bewahren“, riet Finanzexperte Oelke. Architektin Klußmann empfahl, „nachhaltige Materialien zu wählen. Die Preise für Baustoffe steigen heftig, man muss auch bereit sein, auf bestimmte Dinge zu verzichten: Besser Kalkputz als Gipskarton und Holz statt Laminat, und bestimmte Dinge unverkleidet lassen. Das spart ungemein.“

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Steuerberater Maser hob hervor, dass Baugenossenschaften in finanzieller Hinsicht Sinn machten. „Man muss aber kompromissfähig sein und Geduld für das Bauprojekt mitbringen.“ Die neue Bundesregierung wolle neuen Wohnraum schaffen – trotz Streichen der Fördermittel: „Ohne staatliche Fördermittel wird es aber nicht möglich sein, neuen preiswerten Wohnraum zu schaffen und den Bestand energieeffizienter zu machen. Es ist sinnvoll, rund ein halbes Jahr zu warten – an den Zielen der Bundesregierung wird nicht gerüttelt werden. Im Bereich preiswerten Wohnens wird es auch wieder Sonderabschreibungen geben, da sollten wir optimistisch bleiben.“