Eine zentrale Ampelanlage auf der Cäcilienstraße in der Kölner Innenstadt ist ausgefallen.

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Verkehr in Köln: Zentrale Ampelanlage in der Innenstadt ausgefallen

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Spitzenwert in den letzten zehn Jahren Zahl der Fahrradtoten schnellt in die Höhe

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Köln – Der Straßenverkehr in Deutschland ist für Radfahrer besonders gefährlich. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes sind im ersten Halbjahr 2019 insgesamt zwar weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen als im Vorjahreszeitraum. In den ersten fünf Monaten – nur für sie liegen Details vor – erreichte die Zahl der getöteten Radfahrer aber den höchsten Stand der letzten zehn Jahre. 2019 kamen von Januar bis Mai 158 Radfahrer ums Leben, das waren 16 (11,3 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. E-Scooter sind in der Statistik noch nicht enthalten.

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Auch in Köln und Bonn sind die Zahlen hoch. Von Januar bis Juli 2019 zählte die Kölner Polizei drei im Straßenverkehr getötete Radfahrer, die Bonner Polizei zwei. Tatsächlich gab es in Köln in diesem Jahr aber bereits fünf tödliche Unfälle mit Radfahrern, die offenbar nicht alle unter dieser Rubrik in der Statistik enthalten sind: Am 8. Januar wurde ein Radfahrer (84) an einem Bahnübergang von einem Zug erfasst, am 15. Januar ein E-Bike-Fahrer (63) von einem Bus überrollt. Im März starben ein Mann (63) und eine Frau (48) an den Folgen von Verkehrsunfällen mit dem Rad, von denen sie im Januar beziehungsweise Februar betroffen waren. Im Juni stürzte eine Frau (70) ohne Fremdeinwirkung mit ihrem E-Bike, sie starb eine Woche später im Krankenhaus.

Mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr

2018 waren in Köln acht Radfahrer bei Unfällen ums Leben gekommen, davon sieben in den ersten sieben Monaten. In Bonn gab es zwei Tote. Angesichts solcher Zahlen mahnte Christoph Schmidt, Kölner Kreisvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, „alle, wirklich alle Verkehrsteilnehmer“ zu mehr Rücksichtnahme. Bundesweit starben 2018 445 Radfahrer im Straßenverkehr.

Die Gesamtzahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2019 betrug bundesweit 1465 – 40 Personen oder 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. (mit dpa)