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1. FC Köln stellt Finanzchef vorPhilipp Türoff kommt zum FC – Wehrle verlängert nicht

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Türoff

Philipp Türoff

Köln – Der Umbau der Geschäftsführung des 1. FC Köln schreitet voran. Philipp Türoff (45) übernimmt zum 1. Januar 2022 beim Fußball-Bundesligisten das Amt des kaufmännischen Geschäftsführers. Türoff kommt vom Schuhhersteller Birkenstock, bei dem er zuletzt dreieinhalb Jahre als Chief Financial Officer (CFO) in der Verantwortung stand. Dem Vernehmen nach hat Türoff einen Vertrag bis 2024 erhalten.

Alexander Wehrle wird den 1. FC Köln verlassen

Alexander Wehrle steht dagegen nach rund neun Jahren beim FC vor dem Abschied. Der seit der Entlassung von Horst Heldt Ende Mai einzige Kölner Geschäftsführer hat sich dazu entschieden, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Er wird den Club damit spätestens im Sommer 2023 verlassen. Sein Abgang erscheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Ein bemerkenswerter Vorgang, den der FC in seiner Pressemitteilung allerdings nur in einem Nebensatz thematisierte.

Vor seinem Wechsel zu Birkenstock arbeitete Philipp Tür-off als Finance Manager des Brauseherstellers Red Bull sowie im Controlling beim Software-Hersteller SAP. Türoff studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Stuttgart und absolvierte seine Ausbildung bei der Deutschen Bank.

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„Die Verantwortlichen haben mir eine Perspektive für den Club aufgezeigt, an die ich glaube“, erklärte Türoff. FC-Präsident Dr. Werner Wolf begründete die Erweiterung der Geschäftsführung wie folgt: „Um weiterhin auf höchstem Niveau konkurrenzfähig zu bleiben, haben wir den FC-Matchplan entwickelt. Unsere Strategie muss mit Leben gefüllt und umgesetzt werden – aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, die Geschäftsführung zu erweitern und auf starke und kluge Köpfe mit nachgewiesener Managementkompetenz auf Top-Niveau zu setzen.“

Türoff  übernimmt Wehrles Aufgaben beim FC

Bei den Geißböcken übernimmt Philipp Türoff von Alexander Wehrle die Bereiche Finanzen, Vertriebssteuerung, Personal und IT. Wehrle, der seit Januar 2013 beim FC die Geschäfte führt, bleiben die Unternehmensstrategie, die Kommunikation, Marketing und Internationalisierung sowie die Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. „Mit der Idee, die Geschäftsführung zu erweitern, bin ich beim Vorstand auf offene Ohren gestoßen. Wir waren uns von Anfang an alle einig, dass es bei der Anzahl an Herausforderungen, die der FC und unsere Ziele mit sich bringen, Sinn macht, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen“, sagte Wehrle. Der 46-Jährige steht trotzdem vor dem Abgang. Ein Angebot, das eine vorzeitige Verlängerung seines Vertrages um ein Jahr bis 2024 vorsah und ihn zum Sprecher der Geschäftsführung machen sollte, nahm er nicht an. Ein Angebot, das so wohl nicht erneuert wird. Wehrle, dessen Kompetenzen künftig beschnitten sind, muss sich demnach künftig als einer von drei gleichberechtigten Geschäftsführern einreihen.

Entscheidung um Wehrle steht noch aus

Der gebürtige Schwabe wird wie berichtet von seinem Ex-Club VfB Stuttgart umworben, bei dem er Kandidat für die Nachfolge des im Herbst 2022 ausscheidenden Thomas Hitzls-perger als Vorstandsvorsitzender ist. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Sollte Wehrle den FC vor Ablauf seines Vertrages verlassen, muss der Vorstand schon früher einen neuen dritten Geschäftsführer suchen. Bereits Ende November hatten die Kölner die Verpflichtung von Christian Keller (43/Jahn Regensburg) als neuen Sportchef bekanntgegeben. Keller steigt zum 1. April 2022 ein.