Der 1. FC Köln verschafft sich durch den Sieg gegen Mainz 05 wieder mehr Ruhe. Dennoch sollte Trainer Lukas Kwasniok den jüngsten Wirbel zur Selbstreflexion nutzen, meint unser Autor.

1. FC Köln beendet SieglosserieEin wenig Versöhnung nach turbulenten Tagen

FC-Trainer Lukas Kwasniok
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Lukas Kwasnioks Worte waren geschickt gewählt. Mit seiner Danksagung für die Unterstützung beim Befreiungsschlag gegen Mainz reichte der in die Kritik geratene Trainer des 1. FC Köln der aktiven Fanszene die Hand. Es war ein erster Schritt hin zur Versöhnung. Weitere werden folgen müssen, um das Verhältnis zwischen Kwasniok und den einflussreichen Ultras in stabile Bahnen zu lenken. Siege allein reichen dafür nicht aus. Es braucht mehr, um Zugang in die Kölner Fanseele zu erlangen. Kwasniok ist daher gut beraten, den Wirbel der vergangenen Tage zur Selbstreflexion zu nutzen. Das Spruchband der Ultras beim Spiel in Heidenheim war ein deutlicher Warnschuss.
1. FC Köln: Die zweite Halbzeit gegen Mainz hat gezeigt, auf wen Lukas Kwasniok bauen kann
Gleichwohl eröffnet das Ende der Sieglosserie die Chance, wieder mehr Ruhe rund ums Geißbockheim einkehren zu lassen. Der Fokus auf den Sport ist elementar, um die wieder deutlich verbesserte Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt zu verteidigen. Dass der Kader über ausreichend Qualität verfügt, um das Saisonziel zu erreichen, hat er am Samstag in der zweiten Halbzeit unter Beweis gestellt. Der beherzte Auftritt nach dem Pausenrückstand erinnerte an die Anfangsphase der Saison und sollte Lukas Kwasniok deutlich gemacht haben, auf wen er derzeit bauen kann. Dann sind auch keine drastischen Personalentscheidungen nötig, die den Teamfrieden gefährden.
