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1. FC Köln
Die Chance des Lebens für Thomas Kessler

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Thomas Kessler rückt beim 1. FC Köln zum Geschäftsführer Sport auf.

Thomas Kessler ist bei seinem Heimatverein ganz oben angekommen. Das Vertrauen für seine Beförderung zum Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln hat er sich verdient, meint unser Autor.

Thomas Kessler wusste früh, wohin er wollte. Als Fußballprofi gehörte er zu derjenigen Sorte Spieler, die den Blick über den Tellerrand hinauswarfen. Sein Interesse für Managementthemen war bereits vorhanden, als er selbst noch das Tor hütete. Damit war sein Weg vorgezeichnet. Mit der Beförderung zum Geschäftsführer Sport seines Heimatvereins 1. FC Köln ist ausgerechnet in der Woche seines 40. Geburtstags für Kessler ein Traum in Erfüllung gegangen. Es ist die Chance seines Lebens.

Kessler hat sich diese Chance verdient, weil er in seiner neuen Rolle als Hauptverantwortlicher für den sportlichen Bereich bislang zu überzeugen weiß. Als die Bundesliga-Rückkehr am seidenen Faden hing, verpflichtete Kessler mit Friedhelm Funkel den späteren Retter. Nach dem Aufstieg trieb er den erforderlichen Kader-Umbruch in bemerkenswertem Tempo voran. Dabei tätigte Kessler mehrere kluge Transfers und schreckte auch nicht vor unbequemen Entscheidungen zurück.

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Resultat ist eine Mannschaft, die für einen Aufsteiger über eine hohe individuelle Qualität verfügt und den (nicht unumstrittenen) Trainer Lukas Kwasniok dazu verpflichtet, das Ziel Klassenerhalt zu realisieren. Was ebenfalls für Kessler spricht, ist, dass er den FC wie kaum ein Zweiter kennt. Christian Keller war dagegen auch deshalb gescheitert, weil er kein wirkliches Gespür für den FC entwickelt hatte.

Dass Kessler den Kader im Sommer umfangreich verstärken konnte, ist auch ein Verdienst von Philipp Türoff, der den Club wirtschaftlich stabilisiert hat. Es ist eine wichtige Nachricht für den FC, dass der neue Vorstand und der erfahrene Finanzchef sich auf eine weitere Zusammenarbeit verständigen konnten. Dies alles ist zwar keine Garantie für Erfolg. Doch die Grundlage ist gelegt, um den FC wieder in ruhigere Bahnen zu lenken.