Vor dem Landgericht kommt es im April zu einer Verhandlung im Zusammenhang mit dem Wechsel von Said und Malek El Mala vom FC Viktoria Köln zum 1. FC Köln. Hintergrund ist die Klage eines Ex-Profis.
1. FC KölnJuristischer Streit um Wechsel der El Mala-Brüder - Um diese Summe geht es

International begehrt: FC-Jungstar Said El Mala.
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Der Wechsel von Said und Malek El Mala vom FC Viktoria Köln zum 1. FC Köln hat ein juristisches Nachspiel. Nach Rundschau-Informationen kommt es am Dienstag, 14. April (9.30 Uhr), vor dem Landgericht Köln zu einem entsprechenden Verhandlungstermin. Hintergrund ist eine Klage des ehemaligen Fußballprofis Abdenour Amachaibou (39/unter anderem Fortuna Köln), der für die angebliche Vermittlung des Brüderpaars eine Provision von der Viktoria verlangt. Wie das Landgericht auf Anfrage mitteilte, liegt der Streitwert des unter dem Aktenzeichen 8 O 210/25 geführten Verfahrens bei mehr als 40.000 Euro – und damit deutlich unter dem kolportierten sechsstelligen Betrag.
Der FC hatte Said und Malek El Mala im Sommer 2024 von der rechten auf die linke Rheinseite gelotst und zunächst für eine Saison an den Drittligisten zurückverliehen. Die Gesamtablöse in Höhe von 350.000 Euro setzte sich aus 225.000 Euro für Said sowie weiteren 125.000 Euro für seinen Bruder zusammen. Offenbar orientiert sich die von Amachaibou verlangte Provision an den marktüblichen zehn Prozent der Ablöse, die Berater für die Abwicklung eines Transfers erhalten.
Verbindungen zum ehemaligen FC-Sportchef Christian Keller
Die Viktoria wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Der FC, der als Zeuge geladen werden könnte, teilte lediglich mit, er habe Kenntnis von dem Vorgang. Amachaibou spielte einst unter Ex-FC-Sportchef Christian Keller bei Jahn Regensburg. Keller wiederum hatte zuletzt öffentlich erklärt, durch den Hinweis eines Freundes auf die El Mala-Brüder näher aufmerksam geworden zu sein.
Derweil wurde bekannt, dass Brighton & Hove Albion sein Werben um Said El Mala intensiviert hat. Nach einem ersten Angebot im vergangenen Sommer über 20 Millionen Euro Ablöse (die Rundschau berichtete) legte der Premier League-Club kurz vor Ablauf der Wintertransferperiode nach. Laut „Sport Bild“ soll die neue Offerte bei rund 30 Millionen Euro gelegen haben. Der FC lehnte erneut ab. El Mala, dessen Marktwert inzwischen auf 40 Millionen Euro geklettert ist, steht bei den Geißböcken noch bis 2030 unter Vertrag. Die Viktoria besitzt eine zehnprozentige Weiterverkaufsbeteiligung.

