Bayer 04 Leverkusen will eine Reaktion auf das Champions League-Aus beim FC Arsenal zeigen und beim Bundesliga-Schlusslicht FC Heidenheim gewinnen.
Bayer 04 LeverkusenGibt es einen Wechsel im Tor der Werkself?

Wer spielt in Heidenheim? Der beim FC Arsenal überzeugende Janis Blaswich (l.) oder Stammtorwart Mark Flekken.
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Wie kann Enttäuschung in Motivation umgewandelt werden? Diese Frage musste Kasper Hjulmand nach dem Aus im Champions League-Achtelfinale beim FC Arsenal und vor dem Auswärtsspiel bei Bundesliga-Schlusslicht Heidenheim beantworten. Der Trainer von Bayer Leverkusen wurde dabei nicht konkret, sondern erklärte die eigene Situation mehrteilig.
„Ich spüre, dass die Spieler sehr, sehr bereit sind für dieses Spiel“, deutete der Däne klärende Gespräche nach dem Aus in London an. Nach dem verlorenen Rückspiel beim Spitzenreiter der Premier League (0:2) hörte er in seine Mannschaft herein und war froh, dass diese den Fokus für den Saisonendspurt selbst setzte. „Es sind noch acht Spiele und ein Pokal-Semifinale. Da werden wir attackieren“, kündigte Hjulmand an: „Wir sind die Jäger und haben ein Ziel“, fuhr der Bayer 04-Coach fort.
Zufriedenstellende Champions League-Saison und etwas mehr Pausen
Nach einer zufriedenstellenden Champions League-Kampagne bestreitet die Werkself im April keine zusätzlichen Spiele mehr (mit der Ausnahme des Pokal-Halbfinals am 22.4. gegen Bayern München). Also wird die Belastungssteuerung und Rotation für Hjulmand weniger knifflig. „Diese Aufgabe nicht mehr zu haben, tut gut“, bemerkte er und analysierte auch die drei Konkurrenten. Erst am Donnerstag schied Stuttgart in Porto aus der Europa League aus, während Hoffenheim und Leipzig „nicht Europa in den Beinen“ haben. Während VfB, RB und TSG mit „höherer Intensität“ spielen, müssen seine Profis die letzten Reserven mobilisieren.
„Zwölf Spiele in der Champions League, das merken wir schon“, gab der 53-Jährige zu und erkannte, dass das Rennen um Platz vier „schwierig wird“. Nach der Enttäuschung bei den Gunners steht am Samstag (15.30 Uhr/Sky und DAZN) zunächst das Heidenheim-Spiel an, danach verabschieden sich die Leverkusener in die Länderspielpause. „Das ist das Beste, dass es erstmal nur noch ein Spiel ist“, versteckte der Chefcoach seine Beanspruchung nach vier englischen Wochen nicht.
Es ist das letzte Spiel vor der Länderspielpause, da wollen wir mit einem guten Gefühl reingehen.
Man könne also den vollen Fokus auf das Duell mit dem abgeschlagenen Schlusslicht legen. Seit 106 Tagen und dem 2:1 gegen Freiburg hat der 1. FC Heidenheim kein Bundesliga-Spiel mehr gewonnen. Nach dem 6. Dezember wurde die Mannschaft von Frank Schmidt durchgereicht und hat schon zehn Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16. Gerade weil der Gegner nichts mehr zu verlieren hat, sei es „schwierig in Heidenheim zu spielen“, meinte Hjulmand. Seine Mannschaft will die Spannung hochhalten – zumal der Konkurrenzkampf wieder Fahrt aufnimmt.
Zwischen den Pfosten etwa: Mark Flekken ist zwei Monate nach seiner Knieverletzung genesen und macht dem in London überragenden Janis Blaswich den Platz wohl streitig. Auch Nathan Tella hat keine Probleme mehr am Fuß und könnte ins Team zurückkehren. „Es ist das letzte Spiel vor der Länderspielpause, da wollen wir mit einem guten Gefühl reingehen“, appellierte Hjulmand und hofft auf eine Reaktion wie im Hinspiel. Anfang November hatte die Werkself 0:3 beim FC Bayern verloren, um danach mit 6:0 über hilflose Heidenheimer hinwegzufegen.
Voraussichtliche Aufstellungen:
1. FC Heidenheim: Ramaj; Busch, Mainka, Gimber, Behrens; Schöppner, Dorsch, Kerber, Dinkci, Conteh; Zivzivadze. – Bayer 04 Leverkusen: Flekken; Quansah, Andrich, Oermann, Grimaldo; Fernandez, Garcia, Maza, Culbreath; Terrier, Schick. – SR.: Braun (Wuppertal).
