Der 1. FC Köln gewinnt im Pokal, doch der Auftritt wirft Fragen auf. Unter anderem darum ging es in der neuen Folge des FC-Podcasts von EXPRESS und „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Pokalsieg mit BeigeschmackFitnessprobleme bei FC-Profis? „Auf jeden Fall keine Ausrede“

Gideon Mensah musste in Würzburg mit Krämpfen ausgewechselt werden.
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Der Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde ist dem 1. FC Köln geglückt. Am Montagabend (24. August) konnte bei den Würzburger Kickers ein 2:1-Sieg errungen werden. Der Auftritt der Mannschaft war jedoch alles andere als souverän.
Die Mannschaft von René Wagner (38) tat sich lange schwer. Obwohl sie mehr Spielanteile hatte, fehlte die zwingende Torgefahr, und so ging der unterklassige Gastgeber nach 18 Minuten durch David Abrangao in Front. Erst ein Doppelpack von Isak Johannesson (23) im zweiten Durchgang drehte die Begegnung. Der knappe Vorsprung wurde am Ende mit Glück verteidigt, als Liam Omore kurz vor Abpfiff nur den Pfosten traf.
Debatte um den Fitnesszustand der Profis
Besonders die physische Verfassung mancher Kölner Akteure gab Anlass zur Sorge. So mussten Luka Lochoshvili (28) sowie Gideon Mensah (28) krampfbedingt ausgewechselt werden. Said El Mala (19) verließ den Platz kurz vor Schluss ebenfalls völlig entkräftet. Diese Ereignisse waren Thema in der neuen Folge des Podcasts „Wir waren klar besser“, der gemeinsam von EXPRESS und dem Kölner Stadt-Anzeiger produziert wird.
KStA-Sportchef Christian Löer äußerte seine Verwunderung: „Wir müssen doch nochmal das Fitness-Thema aufmachen, weil plötzlich fielen die ja alle um. Seltsam.“ FC-Reporter Jürgen Kemper stimmte ihm zu: „Die fielen um wie die Fliegen, ne?“
FC-Reporter Lars Werner fügte ironisch an: „Es war heute auch extrem heiß in Würzburg.“ Thomas Kessler (40), Geschäftsführer des FC, führte tatsächlich das Wetter und eine suboptimale Vorbereitung als Gründe für die Schwierigkeiten an.
Jürgen Kemper sah dies jedoch anders. Er bestätigte zwar die warmen und schwülen Bedingungen, hielt dies aber nicht für eine Entschuldigung: „Das Wetter war auf jeden Fall keine Ausrede. Und ich weiß auch nicht: Krämpfe so in der 70., 80. Minute gegen einen Drittligisten, ja, kann vorkommen. Sollte aber irgendwie nicht in meinen Augen.“ Auch Christian Löer zeigte sich am Fernsehgerät irritiert, als er den von Schmerzen geplagten Lochoshvili an der Außenlinie sah, was er als „ein bisschen beunruhigend“ bezeichnete.
Kemper äußerte sich besonders verwundert darüber, dass es ausgerechnet den als robust bekannten Lochoshvili traf: „Und ich dachte, den kann gar nichts umhauen. Das muss man auf jeden Fall mal beobachten.“ Seiner Meinung nach habe es „keinen Grund“ für die Krämpfe gegeben. (red)
