Die schlimmen Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Der Zuschauer, der beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim reanimiert werden musste, ist verstorben.
Heimspiel des 1. FC KölnZuschauer nach medizinischem Notfall verstorben

Die Südkurve stellte nach Bekanntwerden des medizinischen Notfalls ihre akustische Unterstützung ein.
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Die schlimmen Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Der 90-jährige Mann, der beim Heimspiel des 1. FC Köln am Samstag gegen die TSG Hoffenheim (2:2) reanimiert werden musste, ist verstorben. Nach FC-Angaben war der Zuschauer in einem Treppenhaus der Osttribüne gestürzt und nach Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht worden. Daraufhin stellten beide Fanlager kurz nach Anpfiff ihre akustische Unterstützung für das gesamte Spiel ein. „Wir haben gesehen, dass es wichtigere Dinge gibt im Leben als Fußball. Den Punkt haben wir für den Fan gewonnen“, fand Tom Krauß einfühlsame Worte.
Den Kölner Mittelfeldspieler hatte während der ersten Halbzeit ein seltsames Gefühl beschlichen. „Jeder weiß, dass das Stadion in Köln normalerweise ein Hexenkessel ist. Nach 20, 25 Minuten fragst du dich schon, was ist hier los. Es war ein komisches Spiel, weil die Stimmung zurecht nicht da war“, schilderte Krauß seine Eindrücke von der gespenstischen Atmosphäre.Trainer Lukas Kwasniok bedauerte die fehlende Fan-Unterstützung: „Für uns ist es natürlich schade, weil das Heimspiel dann nicht mehr so einen Vorteil darstellt, wie es mit dem Support der Südkurve der Fall ist.“
