Das 0:2 des 1. FC Köln beim FC Augsburg wirft Fragen auf und lässt die Kritik an Trainer Lukas Kwasniok wachsen.
Kommentar 1. FC KölnLukas Kwasniok steht auf dem Prüfstand

Lukas Kwasniok nach dem Spiel beim FC Augsburg.
Copyright: IMAGO/Sven Simon
Die Zahlen sprechen die Sprache eines Absteigers. Nur zwei Siege aus den letzten 15 Spielen lassen Zweifel daran aufkommen, dass dem 1. FC Köln die Mission Klassenerhalt gelingen wird. Es ist nicht nur die schwache Punkteausbeute, die nachdenklich macht. Die Tendenz, dass die Geißböcke ihre durchaus guten Leistungen außer gegen Mainz und Wolfsburg nicht in Zählbares umsetzen können, macht nachdenklich und lässt vermuten, dass die Gründe über die nicht enden wollende Verletzungsmisere sowie die Tatsache, dass der FC nur ein Aufsteiger ist, hinaus gehen.
Dem FC fehlt die Überzeugung und das Selbstbewusstsein, eine Erfolgsserie wie zu Beginn der Saison hinzulegen. Das wirft Fragen nach Lukas Kwasniok auf. Die fachlichen Qualitäten des Kölner Trainers sind intern unbestritten und es heißt, dass er in dieser Hinsicht zu den Besten gehört, die in den letzten Jahren am Geißbockheim tätig waren.
Erste große Prüfung für Thomas Kessler und den neuen FC-Vorstand
Der 44-jährige Trainer hat abseits des Platzes und wohl auch in der internen Führungsarbeit mit seiner Mannschaft nicht immer glücklich agiert. Die Gerüchte rund um Weihnachten, öffentliche Aussagen über seine Spieler, das Ultra-Plakat in Heidenheim und die doch sehr unglückliche Reaktion nach dem medizinischen Notfall gegen Hoffenheim haben Kritik an Kwasniok aufkommen lassen.
Der Coach steht nach dem schwachen Auftritt in Augsburg verstärkt auf dem Prüfstand. Sollte der FC den Negativtrend in den nächsten beiden Partien gegen Dortmund und beim HSV nicht stoppen können, könnte ausgerechnet das Derby gegen Gladbach vor der Länderspielpause zum Schicksalsspiel für Lukas Kwasniok werden. Es wäre die erste große Prüfung für den jungen Sportchef Thomas Kessler und den neuen Vorstand, die reagieren müssen, wenn der Klassenerhalt in noch größere Gefahr gerät. Zur Erinnerung: Es sind in der vergangenen Saison Sportchef und Trainer entlassen worden, als der FC auf Platz zwei kurz vor dem Aufstieg stand.
