Die Transfersperre durch die Fifa hat den 1. FC Köln ausgerechnet vor dem sportlich bedeutsamsten Wochenende der Saison getroffen. Nun gilt es für den Club, stärker denn je Zusammenhalt zu demonstrieren, meint unser Autor.

Kommentar zum 1. FC KölnMaximaler Stresstest für den Zusammenhalt

Der Zusammenhalt des 1. FC Köln wird nach dem Fifa-Urteil stärker denn je auf die Probe gestellt.
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Das Schock-Urteil der Fifa hat den 1. FC Köln ausgerechnet vor dem sportlich bedeutsamsten Wochenende der Saison getroffen. Zusammenhalt wird immer dann auf eine besonders harte Probe gestellt, wenn die Lage dramatisch ist. Das Urteil der Fifa, den 1. FC Köln für die Saison 2023/24 mit einer Transfersperre zu belegen, könnte im schlimmsten Fall den sportlichen Absturz des Bundesligisten zur Folge haben und damit auch dessen wirtschaftliche Gesundung zunichte machen.
Das Schock-Urteil des Weltverbandes traf den FC ausgerechnet vor dem sportlich bedeutsamsten Wochenende der Saison, an dem die Lizenzspieler sowie die U21 im Kampf um den Klassenerhalt vor wegweisenden Spielen stehen und die U19 – nun ohne den gesperrten Jaca Cuber Potocnik – um die Erfüllung eines Traums kämpft: den Einzug ins Finale des DFB-Pokals in Berlin.
Falscher Augenblick für die Sache nach möglichen Schuldigen
In dieser für den gesamten Club bedrohlichen Situation wird sich zeigen, wie es um den Zusammenhalt steht, der nach außen immer gerne propagiert wird. Die Mannschaften des FC können mit leidenschaftlichen Auftritten auf dem Rasen nachweisen, dass das Miteinander im Club selbst größtmöglichen Widerständen standhält. Fans und Stadt sind aufgefordert, ihrem Herzensclub mehr denn je den Rücken zu stärken.
Es ist deshalb der falsche Augenblick, um über die Frage nach möglichen Versäumnissen und Schuldigen zu diskutieren. Dafür ist immer noch Zeit, wenn der Internationale Sportgerichtshof ein finales Urteil im Fall Potocnik gesprochen hat. An diesem Wochenende darf es nur um den Sport gehen.

