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Kommentar

Mikey Moore in Köln
Ein Spieler, der die Fans träumen lässt

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Mikey Moore hat getroffen, die Gegner von Charlton Athletic sind enttäuscht. Der englische Nachwuchs-Nationalspieler soll künftig für den 1. FC Köln jubeln.

Mikey Moore hat getroffen, die Gegner von Charlton Athletic sind enttäuscht. Der englische Nachwuchs-Nationalspieler soll künftig für den 1. FC Köln jubeln. 

Der Teenager von den Tottenham Hotspur soll das Kölner Offensivspiel auf ein neues Niveau bringen – und im Duett mit Said El Mala die Fans begeistern.

Die Lage war denkbar ungünstig für den 1. FC Köln und seine Kaderverantwortlichen: Schon früh in diesem Transfersommer hatte man Mikey Moore als Spieler ausgemacht, den man am Geißbockheim weiter ausbilden wollte. Bei den Tottenham Hotspur, die auf ihre anhaltende sportliche Krise weiterhin reagieren, indem sie wütend mit Geld um sich werfen, würde Moore keine Aussichten auf jene Einsatzzeit haben, die ein Spieler seines Alters dringend benötigt. Die Kölner wussten das – daher bemühten sie sich schon um den Teenager, bevor er in der Saisonvorbereitung mehr und mehr auf sich aufmerksam machte.

Dass Tottenham weitere Millionen Euro ausgeben würde, um die Illusion eines Spitzenklubs aufrechtzuerhalten, stand außer Frage. Ebenso klar war, dass Moore mit der letzten großen Verpflichtung – wer immer das sein wird – endgültig aus dem Kader fallen würde.

Dennoch gaben die Verantwortlichen in Nordlondon den Spieler erst kurz vor Marktschluss frei. Für Thomas Kessler und seine Leute war es eine Hängepartie. Mit jedem Tag, den Moore in England verbrachte, stieg das Risiko, am Ende ohne den Wunschspieler dazustehen.

Nun ist Kesslers Rechnung aufgegangen. Der Zugang ist ein Musterbeispiel dafür, was es bedeutet, einen Plan zu fassen, durchzuziehen und selbst dann nicht abzuweichen, wenn Geduld schwerfällt. Der 1. FC Köln – das ist eine Erkenntnis dieses Transfersommers, ist gut gemanagt. Nach Said El Malas Vertragsverlängerung hat Kessler dem Kölner Publikum einen weiteren Spieler beschert, der zwar nicht auf Anhieb die erfolgreichste Saison seit Jahrzehnten verspricht. Der aber zum Träumen einlädt. Auch dafür kommen die Leute schließlich ins Stadion: um sich begeistern zu lassen, um gemeinsam zu bangen, zu hoffen – zu träumen. So könnte Müngersdorf in dieser Saison wieder ein Ort der Träume werden. Vielleicht sogar der Erfüllung.

FC als zuverlässiger Partner

Dass eines der größten Offensivtalente im englischen Fußball den FC als den Klub ausgemacht hat, dem man ein womöglich entscheidendes Karrierejahr anvertraut, ist eine weitere Bestätigung für Kessler. Aber auch für die Wirkung, die Trainer René Wagner nach innen entfaltet. Der 1. FC Köln hat sich offenbar den Ruf erarbeitet, ein zuverlässiger Partner zu sein.

Nach zwei Pflichtspielsiegen zum Auftakt blickt der FC auf einen Sommer zurück, in dem ein Großteil der Pläne aufgegangen ist. Moores Verpflichtung beweist das.