Abo

Verstärkung für das Mittelfeld1. FC Köln holt Felipe Chávez vom FC Bayern

3 min

Leihgabe mit Kaufoption: Der peruanische Nationalspieler Felipe Chávez kommt vom FC Bayern München zum 1. FC Köln.

Felipe Chávez wechselt auf Leihbasis vom FC Bayern zum 1. FC Köln, um dort Bundesliga-Erfahrung zu sammeln.

Es ist erst wenige Tage her, da erlebte Felipe Chávez den größten Moment seiner noch jungen Karriere. Der FC Bayern war gerade dabei, den VfL Wolfsburg mit 8:1 abzufertigen, als Chávez in der 83. Minute den Rasen der Münchner Arena betrat. Das Mittelfeld-Talent des deutschen Rekordmeisters schnupperte erstmals Bundesliga-Luft. Bei der überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen den FC Augsburg kam ein zweiter Einsatz hinzu. Zentraler MittelfeldspielerWeitere sollen folgen – allerdings im Trikot des 1. FC Köln. Der Aufsteiger hat den 18-jährigen gebürtigen Bayern mit peruanischen Wurzeln am Montag wenige Stunden vor Schließung des Transferfensters unter Vertrag genommen. Die zunächst bis Saisonende gültige Leihvereinabrung enthält eine Kaufoption. Damit setzen die Kölner nach Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey (20/Manchester City) auch bei ihrem zweiten Winterzugang auf Entwicklung statt Erfahrung.

„Wir freuen uns, dass wir Felipe mit unserer sportlichen Perspektive überzeugen konnten. Er bringt ein sehr interessantes Profil mit, hat beim FC Bayern eine hervorragende Ausbildung genossen und verfügt über hohe fußballerische Qualitäten. Mit seinen Offensivfähigkeiten gibt er uns zusätzliche Variabilität im Mittelfeld“, erklärte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler, der hinzufügte: „Wir sind überzeugt davon, dass wir ihm die optimalen Rahmenbedingungen bieten können, um sein Potenzial konsequent auszuschöpfen und sich sportlich weiterzuentwickeln. Ziel ist es, ihn Schritt für Schritt an das Bundesliga-Niveau heranzuführen und ihm die Basis zu geben, sich dort dauerhaft zu etablieren.“

Ich freue mich auf meine neue Aufgabe beim FC. Ich habe mich für den Wechsel entschieden, um die nächsten Schritte in meiner Karriere zu gehen.
Felipe Chávez, Neuzugang 1. FC Köln

Felipe Chávez fühlt sich für seine zukünftige Entwicklung am Geißbockheim gut aufgehoben: „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe beim FC. Ich habe mich für den Wechsel entschieden, um die nächsten Schritte in meiner Karriere zu gehen. Aber natürlich möchte ich auch dem Team helfen, die Ziele des Vereins zu erreichen und hier möglichst erfolgreich sein “, sagte der zentrale Mittelfeldspieler, der in der Hinrunde in der Münchner Regionalliga-Reserve Spielzeit sammelte.

Bis 2019 wurde Chávez beim FC Augsburg ausgebildet, ehe er in die Akademie des FC Bayern wechselte. An der Säbener Straße machte der 18-Jährige vor allem durch seine Auftritte in der Youth League auf sich aufmerksam. In der vergangenen Saison erzielte der 1,77 Meter messende Techniker im Jugend-Pendant zur Champions League in fünf Einsätzen drei Tore, in der laufenden Spielzeit kommt er in drei Spielen auf zwei Treffer. Chávez spielt seit der U17 für Peru und trug bereits einmal das Trikot der A-Auswahl der Südamerikaner, als er im Oktober 2025 im Testspiel gegen Chile (1:2) debütierte.

Zuvor war wohl ein anderer Transferwunsch der Kölner nicht in Erfüllung gegangen. Einem dänischen Medienbericht zufolge soll der FC ein mit vier Millionen Euro dotiertes Ablöseangebot für Silas Andersen abgegeben haben. Der dänische U21-Nationalspieler steht noch bis 2028 bei BK Häcken unter Vertrag. Der schwedische Erstligist soll sieben Millionen Euro für den Mittelfeldspieler verlangt haben.

Stattdessen erweitern die Kölner nun mit Felipe Chávez ihre personellen Möglichkeiten in der Mittelfeldzentrale, aus der bislang zu wenig Torgefahr hervorgeht. Eric Martel und Isak Johannesson stehen nach 20 Spieltagen erst bei jeweils einem Tor, Denis Huseinbasic hat noch gar nicht getroffen. Auch der offensiver ausgerichtete Luca Waldschmidt ruft sein Potenzial zu selten ab. Routinier Florian Kainz stand zuletzt nicht mal mehr im Kader. Damit verdichten sich beim Österreicher die Anzeichen eines Abschieds im Sommer. Dann endet auch das Arbeitspapier von Eric Martel, der eine vorzeitige Verlängerung bislang ablehnt. Die Gespräche sollen nach der Wintertransferperiode noch einmal aufgenommen werden. Aktuell hat Tom Krauß die Nase vorn.