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4:2 in NürnbergKölner Haie beschenken ihren Cheftrainer Jalonen zum Geburtstag

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Jubel nach dem Führungstor: Frederik Storm erzielte das zwischenzeitliche 2:1 für die Haie.

Jubel nach dem Führungstor: Frederik Storm erzielte das zwischenzeitliche 2:1 für die Haie.

Die Kölner Haie gewannen am 37. Spieltag der DEL mit 4:2 in Nürnberg und feierten ihren zehnten Sieg in Folge.

Die Kölner Haie haben Kari Jalonen zu seinem Geburtstag mit drei Punkten bei den Nürnberg Icetigers beschenkt. An seinem 66. Ehrentag durfte sich der finnische Cheftrainer des KEC am 37. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga nach einer soliden Vorstellung seiner Mannschaft über einen 4:2-Erfolg (0:1, 4:1, 0:0) freuen. Es war der zehnte Sieg in Serie für den KEC, der weiterhin einsam von der Tabellenspitze grüßt.

Von Beginn an spielten beide Mannschaften mit viel Tempo und einem offenen Visier in der Offensive. Doch richtige Möglichkeiten konnten sich weder die Icetigers noch die Haie herausspielen. Die gab es lediglich nach individuellen Patzern. Im Aufbau verlor Valtteri Kemiläinen den Puck, bei dem Nürnberger Konter traf Greg Meireles traf aber nur das Außennetz.

Drei Minuten vor der Sirene bestraften die Gastgeber dann einen Fehler von Juhani Tyrväinen. Jakob Ustorf schnappte sich vom Stürmer die Scheibe, fuhr allein auf den Kölner Kasten zu und schoss Torwart Felix Brückmann durch die Beine. Mit dem 1:0 bewiesen die Franken einmal mehr, dass sie im ersten Abschnitt die beste Heimmannschaft der DEL sind. Es war bereits das 27. Tor in der Anfangsphase.

„Wir sind gut gestartet, haben es danach aber zu kompliziert gespielt. Wir müssen es einfacher halten und strukturierter spielen“, erklärte Haie-Angreifer Marco Münzenberger nach den ersten 20 Minuten.

Brady Austin bringt den Ausgleich

Eine Aufforderung, die die Gäste verinnerlichten und erfolgreich umsetzten. Brady Austin sorgte nach nur drei Minten im Mittelabschnitt für den Ausgleich, der sechste Saisontreffer des Verteidigers sorgte für eine noch breitere Brust des KEC. Denn der Spitzenreiter zog in der Folge in nur 36 Sekunden auf 3:1 davon.

Zunächst vollendete Frederik Storm einen Kölner Konter durch die Beine von Keeper Niklas Treutle zur Führung, danach hatte Oliwer Kaski das Glück, dass Owen Headrick seinen Schuss ins Nürnberger Tor abfälschte. Eigentlich wäre der Versuch des finnischen Abwehrspielers weit am Gehäuse vorbeigeflogen. Für den Finnen sind die Icetigers in dieser Spielzeit ein absoluter Lieblingsgegner. In drei Aufeinandertreffen sammelte Kaski bereits neun Punkte (drei Tore, sechs Vorlagen).

Auch das 2:3 der Hausherren durch Timo Bakos aus dem Gewühl vor Brückmann heraus, brachte die Haie nicht aus dem Konzept. Als Meireles auf der Strafbank brummte, bediente Kaski vor dem Nürnberger Tor Maximilian Kammerer, der auch im sechsten Spiel in Folge mit einem Tor erfolgreich war – 4:2 für den KEC. Es waren für das Jalonen-Team bereits die Tore 53, 54, 55 und 56 in einem zweiten Drittel – DEL-Bestwert!

In der Folge versuchten die Franken mit einem Anschluss noch einmal in die Partie zurückzukehren, doch Brückmann zeigte sich erneut in guter Form und verhinderte den dritten Treffer mit starken Paraden. Der 35-Jährige hatte zudem bei zwei Pfostenschüssen von Weber und Evan Barrett das Glück des Tüchtigen.

„Felix hat einen tollen Job für uns gemacht“, lobte Kaski seinen Schlussmann. „Wir haben uns nach dem ersten Drittel in der Kabine zusammengesetzt und gesagt, dass die Leistung nicht ausreicht. Danach haben wir einen Weg gefunden, das Spiel für uns zu entscheiden. Dafür haben wir zum richtigen Zeitpunkt unsere Tore erzielt.“


Kölner Haie: Brückmann; Austin, Kaski; Sennhenn, Kemiläinen; Müller, Vittasmäki; Glötzl. Russell, Kero, Tuomie, v. Calster, Aubry, Bokk; Kammerer, Tyrväinen, Storm; Uher, MacInnis, Marco Münzenberger. – Schiedsrichter: Gofman, Hunnius – Zuschauer: 6.635. – Tore: 1:0 Ustorf (17:01), 1:1 Austin (22:48/Kaski, Kero), 1:2 Storm (27:47/Vittasmäki), 1:3 Kaski (28:23), 2:3 Bakos (31:28/Karrer, Headrick), 2:4 Kammerer (37:45/Kaski, Bokk). – Strafminuten: Nürnberg 4, Köln 8.