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Kampf um Top SechsKölner Haie stehen bei Heimrückkehr unter Druck

Lesezeit 2 Minuten
Chef-Trainer Uwe Krupp

Lautstark hinter der Bande: Haie-Trainer Uwe Krupp.

Vor der finalen Phase im Kampf um den direkten Einzug ins Playoff-Viertelfinale hat der KEC seine gute Ausgangslage verspielt. Drei Akteure sollen gegen Bremerhaven in den Kader zurückkehren.

Das Blatt hat sich gewendet. Die Kölner Haie sind vor der entscheidenden Phase im Kampf um den direkten Einzug ins Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gehörig unter Druck geraten. Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge mit jeweils nur einem Punkt hat die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp ihren Platz in den Top Sechs vorerst verloren. Bei einer weniger absolvierten Partie gegenüber den Grizzlys Wolfsburg beträgt der Rückstand auf den so wichtigen sechsten Rang vier Punkte. Von hinten drücken wiederum die Adler Mannheim, die ihren Fehlstart überwunden haben und inzwischen mit dem KEC von den Punkten her gleichgezogen sind.

Erstes Heimspiel nach zweieinhalbwöchiger Pause

Die Haie stehen damit unter Zugzwang, wenn sie am Dienstag (19.30 Uhr, Magenta Sport) den Tabellenzweiten Fischtown Pinguins Bremerhaven vor mehr als 16.000 Zuschauern zum ersten Heimspiel nach zweieinhalbwöchiger Abstinenz in der Lanxess Arena empfangen. „Es geht in die finale Phase der Hauptrunde, jede Partie und jeder Punkt sind wichtig. Wir müssen entschlossen an die Sache herangehen“, weiß Stürmer Jason Bast, was die Stunde geschlagen hat.

Über derartige Sorgen braucht sich der Gegner nicht den Kopf zu zerbrechen. Die Überraschungsmannschaft von der Nordseeküste hat bei satten 18 Punkten Vorsprung auf die Haie längst Planungssicherheit hinsichtlich des Playoff-Viertelfinales. Der Fokus des Teams um DEL-Topscorer Jan Urbas gilt daher dem wahrscheinlichen Zweikampf mit den Eisbären Berlin um den Titel des Hauptrundenmeisters. „Es ist kein Zufall, dass Bremerhaven so weit oben in der Tabelle steht. Sie sind ein sehr gutes Team mit viel Tempo und einer Menge Kreativität“, weiß Bast, der früher selbst für die Fischtown Pinguins stürmte.

Seiner Mannschaft gelang am 12. Januar mit dem 2:1 nach Verlängerung in Bremerhaven der bislang letzte Sieg auf fremdem Eis. Es war zugleich der erste Erfolg im dritten Saisonduell mit den Fischtown Pinguins. „Die bisherigen Duelle mit ihnen in dieser Saison waren eng umkämpfte Spiele, das erwartet uns als Team für Dienstag wieder“, sagt Bast, dessen Club wohl wieder auf die zuletzt erkrankten Stanislav Dietz und Elias Lindner zurückgreifen kann. Zudem stufte es der KEC auf Anfrage als „sehr wahrscheinlich“ ein, dass auch Alexandre Grenier wieder an Bord sein wird. Der Stürmer hatte sich bei der vorletzten Partie in Nürnberg (3:4 nach Penaltyschießen) zu einer Unbeherrschtheit hinreißen lassen. Beim 2:3 nach Verlängerung am Freitag in München fehlte Grenier – vermutlich aus disziplinarischen Gründen.

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