Seit einer Woche sind die neuen Haie und Trainer Thomas Berglund zusammen. In der Kölnarena gab es am Sonntag ein Showtraining.
Training vor Hunderten von ZuschauernHaie-Coach Berglund und Team präsentieren sich den Fans

Haie-Trainer Thomas Berglund im Training mit Jan Luca Sennhenn (r.) und Noah Münzenberger (l.).
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Die neue Haie-Mannschaft hat sich am Sonntag in der Kölnarena 2 ihren Fans präsentiert – in kompletter Formation, in neuen Trikots und gecoacht vom neuen Trainer, dem Schweden Thomas Berglund (57). Gut 600 Besucher waren in der ausverkauften Halle, es gab Applaus für die Spieler, unter ihnen die neuen Profis Marcel Noebels, Daniel Fischbuch, Tim Fleischer, Markus Ljungh sowie Carlos und Robin Press.
Berglund ist ein anderer Typ an Coach
Auf dem Programm standen einige Trainingseinheiten und ein Spiel mit Penaltyschießen. Wie üblich richtete Geschäftsführer Philipp Walter vorab ein paar Worte an das Publikum und gab einen kleinen Ausblick auf die Saison 2026/27 in der Deutschen Eishockey-Liga, die Mitte September beginnt.
„Ich bin absolut zuversichtlich, dass wir den Weg, den wir seit ein paar Jahren gehen, mit euch fortsetzen.“ Und: „Die Mannschaft wird sich auch in diesem Jahr wieder finden müssen. Wir befinden uns auch diese Saison wieder in einem Prozess und werden an den richtigen Stellen Geduld benötigen.“ Freie Übersetzung: Natürlich wollen die Haie irgendwann auch einmal wieder Meister werden. 2002, das Jahr des letzten Titelgewinns, liegt lange zurück. Aber vom Titel zu sprechen, bringt Unglück, und deshalb tun wir es nicht.
Erst seit gut einer Woche ist die Mannschaft komplett zusammen. Einige Unterschiede zu den beiden zurückliegenden Jahren unter dem finnischen Coach Kari Jalonen sind bereits zu beobachten. Berglund kommuniziert im Training lauter und direkter mit den Spielern als sein Vorgänger, der eher als Supervisor agierte und seine Assistenten die Übungen leiten ließ. Das System, das der Schwede mit den Haien einstudiert, entspricht dem, das er bereits bei seinem früheren Verein Lulea praktizierte: intensives, geradliniges Eishockey mit hohem Tempo, aggressivem Forechecking, klaren Rollen und viel körperlicher Präsenz.
„Wir haben eine sehr coole Truppe, die sehr hart für ein Ziel arbeitet“, meint Neu-Stürmer Fischbuch, der aus Iserlohn nach Köln gewechselt ist. „Wir wollen in beiden Wettbewerben erfolgreich sein“, fügt der 32-Jährige hinzu. Die Haie sind als Hauptrundensieger der Vorsaison für die Champions Hockey League qualifiziert, die für sie bereits am 3. September mit einem Spiel in Salzburg beginnt.
In der europäischen Liga gelten nicht die in der DEL etablierten Kaderregeln. So müssen nicht pro Partie drei U-23-Spieler eingesetzt werden, um mit voller Kaderstärke antreten zu dürfen. Auch ist in der CHL die Zahl der ausländischen Profis nicht limitiert, während in der DEL nur neun pro Begegnung auflaufen dürfen.
Erstes Testspiel der Haie am Freitag
Ein Blick auf die Offensive illustriert, wie das Team angelegt ist: Im Training stellt Berglund seine Reihen häufig im CHL-Modus auf. Im Sturm bilden dann Noebels, Gregor MacLeod und Patrick Russell die erste Reihe.
Fischbuch spielt mit Ljungh und Dominik Bokk zusammen, Maxi Kammerer mit Juhani Tyrväinen und Frederik Storm sowie Louis-Marc Aubry mit Ryan MacInnis und Tim Fleischer. In der DEL werden zwei der etablierten Spieler herausfallen, da wegen der U-23-Regel Kevin Niedenz und Marco Münzenberger dazukommen. Es ist genau das, was die Haie wollen: Konkurrenzkampf und Tiefe im Kader. Ihr erstes Testspiel absolvieren die Haie am Freitag (19.30 Uhr) in der Kölnarena 2 gegen Iserlohn.
