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Vor europäischer RekordkulisseKölner Haie empfangen schwedisches Spitzenteam Frölunda Göteborg

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Die Kölner Haie zeigen bisher eine starke CHL-Vorrunde. Am Donnerstag soll der nächste Sieg folgen.

Die Kölner Haie zeigen bisher eine starke CHL-Vorrunde. Am Donnerstag soll der nächste Sieg folgen. 

Mehr als 17.000 Besucher erwartet der KEC am Donnerstag beim CHL-Heimauftakt gegen Frölunda in der Lanxess-Arena. 

Die Kölner Haie legen in Deutz im großen Stil los. In ihrem ersten Heimspiel der Champions-Hockey-League-Saison 2026/27 werden sie einen Rekord aufstellen. Zu der Partie gegen den schwedischen Titelverteidiger Frölunda Göteborg erwartet der KEC am Donnerstag (19.30 Uhr, Magenta Sport) mehr als 17.000 Besucher in der Lanxess-Arena. Damit werden die Haie die bisherige CHL-Bestmarke deutlich übertreffen: 14.567 Zuschauer kamen im Dezember 2016 zum Viertelfinal-Hinspiel des SC Bern gegen Sparta Prag.

Kölner Haie erwartet Härtetest

Ein Gegner vom Format Frölundas ist nicht alle Tage in Köln zu sehen. Für die Haie ist die Begegnung somit eine selten mögliche Standortbestimmung im europäischen Eishockey. Das Spitzenteam aus der ersten schwedischen Liga SHL, das aus dem Göteborger Stadtteil Frölunda stammt, ist CHL-Titelverteidiger und mit fünf Triumphen Rekordsieger des seit 2014 ausgetragenen europäischen Klubwettbewerbs.

Seit 2025 von Robert Ohlsson trainiert, steht die Mannschaft für hohes Tempo, aggressives Forechecking und Laufstärke – also für eine Spielweise, die auch der neue KEC-Coach Thomas Berglund, ebenfalls Schwede, bei den Haien etablieren will.

Für Berglund, der zum ersten Mal bei einem Heimspiel in der Arena an der Haie-Bande stehen wird, kommt es zu einem Wiedersehen mit guten Bekannten. Mit seinem früheren Verein Lulea HF verlor der Schwede Anfang März das CHL-Finale gegen Frölunda. Im Viertelfinale der schwedischen Playoffs setzte sich Lulea später jedoch mit 4:2 Siegen gegen den Rivalen durch.

„Sie stellen jedes Jahr eine starke Mannschaft mit sehr guten Spielern und werden auch in dieser Saison wieder ein äußerst konkurrenzfähiger Gegner sein. Ich habe mit Lulea viele Male gegen Frölunda gespielt – und dabei sowohl gewonnen als auch verloren“, sagt Berglund. Und: „Dass sie nun unser erster Gegner in der Lanxess-Arena sind, macht dieses Duell für mich noch besonderer. Wir freuen uns auf das Spiel.“ Haie-Sportdirektor Matthias Baldys meint: „Mit Frölunda treffen wir auf eines der besten Teams Europas, das uns alles abverlangen wird. Wir freuen uns auf diese Herausforderung und die Möglichkeit, uns mit einem europäischen Topteam zu messen.“

Bokk fehlt, Kammerer vermutlich fit

Frölunda hat seine ersten beiden CHL-Spiele ebenso gewonnen wie der KEC: gegen SaiPa Lappeenranta (6:1) und KooKoo Kouvola (2:1 n. V.). Die Haie siegten bei Red Bull Salzburg (5:2) und Tappara Tampere (5:4 n. V.). Gern wäre der KEC in Bestbesetzung gegen den Gast aus Skandinavien angetreten. Es fehlt jedoch Stürmer Dominik Bokk, der sich beim CHL-Spiel in Salzburg an der Schulter verletzte und mehrere Wochen pausieren muss. Immerhin ist keine Operation erforderlich. KEC-Angreifer Maxi Kammerer, der wie Bokk in Salzburg hart gecheckt wurde, kann dagegen wahrscheinlich mitspielen.

Schwedischen Berichten zufolge muss Frölunda, dessen Mannschaft am Mittwoch in Köln eintraf, auf den verletzten Stürmer Erik Thorell verzichten. Außerdem sind die Einsätze von Angreifer Max Lindholm und Verteidiger Christian Folin gefährdet.

Das CHL-Abenteuer geht für die Haie am Samstag mit einer Episode weiter, die es so noch nicht gab. Die Heimbegegnung gegen den österreichischen Klub KAC Klagenfurt wird um 17 Uhr in der Krefelder Yayla-Arena ausgetragen, rund 60 Kilometer von Köln entfernt. Eine andere Lösung bot sich nicht an, da die Lanxess-Arena wegen aufwändiger Umbauarbeiten für ein Konzert nicht zur Verfügung steht.

Zwar bot die Arena den Haien, wie zu hören ist, einen zeitnahen Ausweichtermin an, doch der ließ sich nicht mit den Vorgaben der CHL vereinbaren. So blieb dem KEC nur der Umzug an den Niederrhein, von dem viele Anhänger offensichtlich nicht begeistert sind. Einige Fanclubs kündigten jedenfalls an, die Partie zu boykottieren. Erwartet werden lediglich etwa 4000 Besucher. Damit wäre die Krefelder Halle ungefähr zur Hälfte gefüllt.