Nach 16 Niederlagen gegen den Deutschen Meister hofft das Team von Trainerin Britta Carlson auf den ersten Punktgewinn.
Fußballerinnen zu Gast beim FC Bayern1. FC Köln kämpft um seine gute Oktoberfest-Laune

Marina Hegering (r.) könnte in die Innenverteidigung des 1. FC Köln zurückkehren.
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Von Samstag an steht München wieder ganz im Zeichen der Wiesn. Um Punkt 12 Uhr wird das Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnet. Zwei Stunden später kämpfen die Fußballerinnen des 1. FC Köln etwas weiter nördlich der Theresienwiese darum, sich in Feierlaune zu versetzen. Die FC-Frauen sind zu Gast beim Doublesieger FC Bayern München und peilen zum Wiesn-Start die faustdicke Überraschung beim haushohen Favoriten an.
Die Bilanz verleiht zunächst wenig Hoffnung: Die Kölnerinnen verloren alle bisherigen 16 Bundesliga-Duelle. Allerdings: Gerade in den beiden letzten Gastspielen in München präsentierten sich die FC-Frauen stark. Im Vorjahr hieß es zur Pause nach einer starken Kölner Leistung und einer zwischenzeitlichen Führung durch ein Tor von Sandra Jessen 1:1. Am Ende stand eine deutliche 1:5-Niederlage. Und in der Saison 2024/25 gewann München zu Hause erst spät gegen den FC mit 1:0. 70 Minuten lang konnten die Kölnerinnen damals die Null halten.
1. FC Köln hat seit 315 Minuten kein Tor kassiert
An diese beiden Spiele will das Team diesmal anknüpfen und zum ersten Mal etwas Zählbares aus Bayern mitnehmen. Die Kölnerinnen reisen nach zuletzt drei Siegen in Folge immerhin mit Selbstvertrauen an. Das Team von Trainerin Britta Carlson ist zudem seit 315 Minuten ohne Gegentor. „Wir wissen, dass das ein sehr schwerer Gegner ist. Aber ich glaube, die haben auch keine Lust gegen uns zu spielen“, ließ Kölns Trainerin Britta Carlson das gestiegene Selbstbewusstsein durchblicken, „auch da werden wir die Chance nutzen, alles wieder reinzulegen. Ähnlich wie im letzten Jahr, als wir eine Halbzeit gut mitgehalten haben. Das wollen wir natürlich toppen.“
Möglicherweise spielt es dem FC auch in die Karten, dass der Kopf der Münchenerinnen schon etwas in der Zukunft ist, denn schon am Dienstagabend steht der Champions-League-Auftakt zu Hause gegen Manchester City an.
Die Münchenerinnen gewannen am Montagabend ihr Spiel in Leverkusen mit 3:2 nach zwischenzeitlichem 1:2-Rückstand. Britta Carlson verfolgte die Partie aufmerksam vor Ort im Ulrich-Haberland-Stadion, um sich frische Eindrücke des kommenden Gegners zu verschaffen.
Für die Kölnerinnen wird die Basis in einer stabilen Defensive liegen. Offen ist, ob in Marina Hegering zumindest eine erfahrene und vor allem gelernte Innenverteidigerin zurückkehrt, oder ob Carlson einmal mehr mit positionsfremden Spielerinnen im Abwehrzentrum experimentieren muss.
Wir können auf jeden Fall die Münchenerinnen ärgern
Weiter vorne ist es gut möglich, dass Lydia Andrade zurück in die Startelf rückt. Die Schweizerin saß zuletzt gegen Union Berlin nur auf der Bank, erzielte als Joker aber einen Treffer. Carlson wollte mit dieser Personal-Entscheidung den Ehrgeiz der 27-Jährigen entfachen, wie sie hinterher erklärte. Gerade das Tempo der Offensivspielerin käme dem FC in München auch sehr zugute. „Wir können auf jeden Fall die Münchenerinnen ärgern“, gab sich Andrade kämpferisch. Und dann sind es am Ende vielleicht die Kölnerinnen, die in Oktoberfest-Laune sein werden.
