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Deutsche MeisterschaftenKölner Leichtathleten wollen über Wattenscheid nach Birmingham

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WEINHEIM, GERMANY - MAY 24: Joshua Hartmann GER/ASV Köln e. V. is happy about his 100m victory 10,20s during the B&S Kurpfalz Gala am 23.05.2026 at the Sepp-Herberger-Stadium in Weinheim Baden-Wuerttemberg / Germany. Baden-Wuerttemberg Germany Copyright: xAxelxKohringx

Joshua Hartmann kämpft bei den Deutschen Meisterschaften um die EM-Norm.

Bei den Titelkämpfen in Bochum geht es nicht nur um Titel und Medaillen, sondern auch um die Qualifikation für die EM.

Die einen schielen aufs Finale, andere träumen von den Europameisterschaften in Birmingham (10. bis 16. August). Vor den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Bochum blicken wir aus Kölner Sicht auf die heißesten Eisen im Feuer.

Die Sprinter: Das Beste kommt zum Schluss – zumindest, wenn es nach Kameron Horton (21) geht. Denn bei der letzten DM-Entscheidung am Sonntag will der Zugang der Cologne Athletics in seiner Paradedisziplin glänzen. „Über 200 Meter ist er ein Goldkandidat“, sagt Vereinschef Claus Dethloff über die Nummer eins der Meldeliste. Der DM-Debütant mit der deutsch-amerikanischen Staatsbürgerschaft kann sich obendrein für einen EM-Einsatz empfehlen, denn seit Juni ist er startberechtigt für den DLV.

Während Horton die EM-Norm (20,45 sec) schon unterboten hat (20,29), muss der deutsche Rekordhalter Joshua Hartmann (27, ASV Köln) die Marke noch knacken. „Wenn Joshi über 200 Meter startet, liegt immer ein Titel in der Luft“, meint Abteilungsleiter Christian Ermert.

Über 100 Meter peilt das ASV-Duo um Marvin Schulte (27) und Chidiera Onuoha (22) den Einzug unter die letzten Acht an. Letzterer stand im Vorjahr im Endlauf, wobei er als Sechster eine Hundertstel langsamer war als Hartmann (5.).

Die Staffeln: 39,23 Sekunden – so lautete die jüngste Kampfansage von Hartmann, Schulte, Maurice Grahl und Onuoha. Mit der deutschen Jahresbestzeit stürmte die 4x100-Meter-Staffel des ASV Köln zum Sieg in Rhede. Auch wenn Kurvenspezialist Grahl (verletzt) durch Ben Steinhoff ersetzt werden muss, betont Ermert: „Die Jungs haben das Zeug zum Titel.“

Auch die CA um Noah Müller (21), Timon Dethloff (21), Tom Schwartz (15) und Horton haben sich einiges vorgenommen. „Unser primäres Ziel ist der deutsche U-23-Rekord (39,76 Sekunden, Anm. d. Red.)“, sagt Klubboss Dethloff. Auch das LT DSHS Köln schickt als Sechster der Meldeliste ein schnelles Quartett ins Rennen.

Das Mittelstrecken-Duo: Mohamed Abdilaahi (27) hat seine Teilnahme abgesagt. Nachdem der CA-Athlet beim Meilenlauf in London wegen Fußschmerzen ausgestiegen war, entschied er sich gegen einen DM-Start über 1500 Meter. „Ich will im Hinblick auf die EM nichts riskieren“, sagt der deutsche Rekordhalter über 3000, 5000 und 10.000 Meter. Schließlich wolle er in Birmingham „um die Medaillen und den Sieg mitlaufen“. Geplant ist ein Doppelstart über 5000 und 10.000 Meter. Trotzdem schielen die CA aufs Podium, denn mit Vera Petrykowski (30) und Florian Zittel (24) schickt man ein verheißungsvolles Duo ins 1500-Meter-Rennen.

Der Hürdenspezialist: Timon Dethloff kehrt am Samstag an den Ort seines Triumphes zurück. Denn im Lohrheidestadion kürte er sich vor zwei Wochen zum Deutschen U-23-Meister über 110 Meter Hürden (14,09 Sekunden). „Diesmal soll die 13 vor dem Komma stehen“, sagt der Youngster der CA. Schließlich wolle er wie im Vorjahr (7.) ins Finale vorstoßen und sich „mindestens um einen Platz verbessern“.

Das Hochsprung-Ass: Imke Onnen (31/Cologne Athletics) muss sich mächtig strecken, um das EM-Ticket noch zu lösen. Denn im Gegensatz zur Titelverteidigerin Christina Honsel (29/TV Wattenscheid) hat sie die Direkt-Norm (1,94 m) noch nicht geknackt. Selbst die DLV-Bestätigungsnorm (1,89) hat die deutsche Hochsprung-Vizemeisterin noch nicht in der Tasche. Ihr bester Versuch war Onnen Ende Mai im chinesischen Xiamen gelungen (1,88), ehe sie von muskulären Problemen ausgebremst wurde. „Imke sollte man nie abschreiben“, betont Dethloff. „Sie wird alles daransetzen, auf den EM-Zug aufzuspringen.“