Der Höhenberger Drittligist setzt sich im Endspiel 6:5 nach Elfmeterschießen durch und tritt nächste Saison im DFB-Pokal an.
Elfmeter-Drama in HöhenbergViktoria Köln bezwingt Fortuna und feiert den Pokalsieg

Viktoria Klön hatte im Finale um den Mittelrhein-Pokal wieder mal das bessere Ende für sich.
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Der FC Viktoria Köln ist Mittelrhein-Pokalsieger 2026. Im Finale gegen den Stadtrivalen SC Fortuna Köln behielten die Höhenberger die Oberhand. Nach 120 umkämpften Minuten musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Dort hatte der aktuelle Drittligist gegen den Regionalliga-Meister die etwas besseren Nerven und gewann mit 6:5.
Im ersten Spielabschnitt hatten sich die beiden Rivalen auf überschaubarem Niveau neutralisiert. Obwohl beim neunfachen Verbandspokal-Sieger FC Viktoria alle Leistungsträger pünktlich zurückgekehrt waren, taten sich die Gastgeber im mit über 8200 Zuschauern ausverkauften Höhenberger Sportpark schwer. Die defensiv eingestellte Fortuna leistete den Anweisungen ihrer numerisch klar überlegenen Fans folge und agierte „kämpferisch im Feindesland“. So entwickelte sich eine erste Halbzeit ohne Höhepunkte. Wenn die Viktoria mal mit Tempo nach vorne spielte, entstanden Lücken. Diese wurden aber nicht genutzt.
Der spannende und spektakuläre zweite Durchgang entschädigte aber für die vorherige, fußballerische Magerkost. Die ersten guten Chancen hatte Herausforderer Fortuna: Nico Thier und Neo Telle scheiterten jeweils an der Fußabwehr von Keeper Arne Schulz (57.). Auf der Gegenseite hatte Adrian Stanilewicz Glück, dass kein strafbares Handspiel erkannt wurde, nachdem David Otto an seinen rechten Arm geflankt hatte (61.).
Nun übernahm der „Rekordpokalsieger“ das Kommando, vergab aber beste Möglichkeiten. Erst verpasste Otto gegen Lennart Winkler (75.). Dann traf Joker Yannick Tonye die Latte (76.). In der gleichen Szene hätte Jakob Sachse auf 1:0 stellen können, Telle klärte aber auf der Linie (77.). In der heißen Schlussphase gab es weitere Großchancen für Leonard Münst und Taylan Duman gegen Winkler (86.), sowie einen Münst-Schlenzer, den der Fortuna-Keeper an den Pfosten lenkte (90.). Auf der Gegenseite hatte Enzo Wirtz den Lucky-punch ebenso auf dem Fuß, wie Edeljoker Hamadi Al Ghaddioui (90.+2).
Es ging aber in die Verlängerung und als Lennart Winkler auch den letzten Kopfball von Lars Dietz um den Pfosten gelenkt hatte, war das Elfmeterschießen klar (120.+3). Dort verwandelten alle sechs Schützen der Viktoria vor dem eigenen Fanblock. Nach fünf erfolgreichen Fortuna-Elfmeter trat Dejan Galjen an und fand in Arne Schulz seinen Meister. Während der Viktoria-Keeper jubelnd abdrehte, ging es für die Südstädter ins Tal der Tränen.

