Der 23-Jährige möchte beim Südstadtklub die bisherige Nummer eins Lennart Winkler ablösen.
Fortuna KölnTorhüter Ben Zich ist ein Herausforderer mit Stammplatz-Anspruch

Ben Zich, neuer Torhüter von Fortuna Köln
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Der Kampf um die Nummer eins im Tor scheint beim SC Fortuna Köln begonnen zu haben, bevor die erste Vorbereitungseinheit absolviert ist. In der Südstadt mag sich Lennart Winkler durch eine tadellose Meistersaison eine gute Ausgangslage verschafft haben. Der 22-jährige Stammkeeper bekommt mit Ben Zich aber einen ehemaligen Regionalliga-Konkurrenten an die Seite, der nur acht Monate älter ist und keine Anstalten macht, sich ruhig hinten anzustellen.
„Mein übergeordnetes Ziel ist es mich weiterzuentwickeln und die nächsten Schritte zu machen“, sagt der 23-jährige Düsseldorfer. In der Landeshauptstadt hatte er zwischen 2023 und 2025 im U-23-Regionalligateam gespielt, ehe er an den niederländischen Zweitligisten Kerkrade verliehen wurde. Dort sammelte der junge Torhüter wichtige Erfahrungen in einer „echten Herrenmannschaft“.
Ben Zich kommt mit wenig Einsatzzeit aus Kerkrade zu Fortuna Köln
Der ehemalige U 17- und U 19-Bundesliga-Keeper von Borussia Mönchengladbach kehrte eigenen Aussagen zufolge „gereift“ nach Deutschland zurück. Allerdings ohne große Einsatzzeiten: „Justin Treichel hat es gut gemacht und wenn einer das Vertrauen bekommt und es passiert nichts Gravierendes, dann hast du als Torwart leider keine Möglichkeiten“, beschreibt er seine Zeit bei Roda JC. Nur in einem von möglichen 42 Pflichtspielen bekam er den Vorzug vor seinem deutschen Kollegen Treichel.

Lennart Winkler feierte mit Fortuna Köln den Aufstieg.
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Nun möchte er beim Drittliga-Aufsteiger durchstarten und sieht bei dem familiären Südstadt-Klub beste Voraussetzungen. „Ich habe vorher viel mit Kevin Brechmann gesprochen und er hat mir von einer geilen Truppe erzählt, in die ich gut reinpassen würde“, berichtet Zich vom Austausch mit einem von vier weiteren Ex-Düsseldorfern im Fortuna-Kader.
Auch Matthias Mink lobte die „menschlichen und sportlichen“ Qualitäten des neuen Torhüters. Was die Hierarchie zwischen Winkler, Zich und den ebenfalls noch zum Torhüterteam gehörenden Jannick Theisen und Lennart Stollenwerk angeht, lässt sich der Chefcoach nicht in die Karten schauen.
Dazu äußert sich der neue Keeper: „Die Mannschaft steht natürlich über jedem Einzelnen, aber ich komme nach Köln, weil ich wieder mehr Spielzeit brauche.“ Im Duell um die Nummer eins mit Winkler könnten ihm seine 1,93 Meter Körpergröße gegen den fünf Zentimeter kleineren Kollegen Vorteile bringen.
Bei der Strafraumkontrolle hat Winkler Steigerungspotenzial, wohingegen er auf der Linie schon Drittliga-Niveau hat. Zich bezeichnete sich mal als „kompletten Torhüter“ und sieht sich auch im Spiel mit dem Ball gut aufgestellt. „Zudem komme ich über Ausstrahlung, Lautstärke und Präsenz und das möchte ich beweisen“, sagt er und ergänzt: „Ohne Leistung bringt dir die beste Ausstrahlung nichts.“
Wir alle haben das Feuer, unbedingt spielen zu wollen. Ich glaube dieser Konkurrenzkampf wird uns weiterbringen
Von einem Kampf um den Platz zwischen den Pfosten möchte er indes nichts wissen. „Wir alle haben das Feuer, unbedingt spielen zu wollen. Ich glaube dieser Konkurrenzkampf wird uns weiterbringen.“ So wie er in Kerkrade nach der Sommervorbereitung nah an der Nummer eins dran war, möchte Zich sich nun dem neuen Torwarttrainer Tetsuo Taguchi präsentieren. Dessen Prinzipien kenne er schon und hat vor allem die eigene „Explosivität und Schnelligkeit“ als Ansatzpunkte auf dem Schirm.
Packt er an diesen Stellen noch drauf, steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit in der Südstadt kaum etwas im Wege und Zich könnte sogar länger als die im neuen Vertrag festgeschriebenen zwei Jahre bleiben. Aktuell weilt der Torwart im Griechenland-Urlaub und lädt die Akkus für den Vorbereitungsstart am 26. Juni auf.
