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Hallenhockey-BundesligaKölner Teams beenden die Saison auf den letzten beiden Plätzen

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Rot-Weiss Köln vs. TSV Mannheimer, 1.Hockey Bundesliga Herren, Jubel nach dem Tor zum 2:0 durch Fabio Seitz (RW), 10.10.2021, Bild: Herbert Bucco

Fabio Seitz (l.) war der erfolgreichste Torschütze von Rot-Weiss Köln im Derby gegen Blau-Weiß Köln. 

Während der Abstieg von Schlussicht Blau-Weiß besiegelt ist, rettet sich Rot-Weiss als Vorletzter.

Das Wunder blieb aus. Nach der 7:17 (1:8)-Niederlage beim HTC Uhlenhorst Mülheim war der bittere Gang von BW Köln in die zweite Hallenhockey-Bundesliga bereits am Samstag besiegelt. „Egal, wie gut man sich auf diesen Moment vorbereitet: Ein Abstieg tut immer weh“, kommentierte BW-Trainer Sebastian Folkers die Pleite am vorletzten Spieltag. „Die Jungs haben gut mitgespielt und sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, aber am Ende waren wir einfach nicht torgefährlich genug.“

Eine Tatsache, mit der BWK schon die ganze Saison zu kämpfen hatte. Neben Joshua Delarber (16 Tore) fehlte ein weiterer „Knipser“; auf Platz zwei der internen Torschützenliste folgen Silas Erberich und Julius de Wall mit jeweils fünf Treffern.

Rot-Weiss Köln baut beim 14:5 gegen Blau-Weiß Köln Frust ab

Ein Sieg in Mülheim hätte BWK tatsächlich noch ein „Endspiel“ tags darauf beim Stadtrivalen beschert, denn der KTHC Rot-Weiss war beim Aufsteiger DSD Düsseldorf leer ausgegangen – 5:6 (3:5). So aber ging es am letzten Spieltag nur noch ums sportliche Prestige, wobei sich die Heimmannschaft um den fünffachen Torschützen Fabio Seitz dank eines 14:5 (5:3)-Erfolgs etwas Frust von der Seele schoss. Frust über eine ziemlich enttäuschende Saison: Da Düsseldorf zum Abschluss drei Punkte aus Gladbach (9:4) entführte, beendete RWK die Spielzeit auf dem vorletzten Rang. „Mini-Kader hin oder her: Natürlich ist ein fünfter Platz im Westen nicht unser Anspruch“, sagte Co-Trainer Wolfgang Kluth.

Mini-Kader hin oder her: Natürlich ist ein fünfter Platz im Westen nicht unser Anspruch
Wolfgang Kluth, Co-Trainer von Rot-Weiss Köln

In der Rückrunde sei man dem Spitzen-Duo aus Krefeld (7:8) und Mülheim (8:8) im direkten Duell zwar auf Augenhöhe begegnet, doch die Leistungen über die gesamte Saison gesehen bezeichnete er als „viel zu schwankend. Das Wichtigste ist trotzdem, dass wir weiterhin erstklassig unterwegs sind.“

Obwohl BW Köln das Stadtderby angesichts des 4:5-Anschlusstreffers durch Erberich (34.) lange Zeit ausgeglichen gestaltet hatte, wurde es am Ende wieder mal deutlich. Folkers legte den Finger in die Wunde: „Wir müssen nichts schönreden: Wenn man neun von zehn Saisonspielen verliert und eine dreistellige Anzahl an Gegentoren (102, Anm. d. Red.) kassiert, ist man verdient abgestiegen.“

Den einzigen Saisonsieg hatte Blau-Weiß zum Auftakt in Düsseldorf eingefahren (7:6). Der Blick richtet sich nun auf die doppelte Aufstiegsmission: Erst will der Regionalliga-Herbstmeister auf dem Feld den Sprung in die Zweite Bundesliga schaffen, dann peilt man in der Halle die direkte Rückkehr in Deutschlands Beletage an.


Die Spielerinnen des KTHC Rot-Weiss fiebern dem Viertelfinale im Kampf um die Hallen-DM entgegen. Als Zweiter der West-Staffel treten sie am Samstag (13 Uhr) beim Club an der Alster an. Während der Nord-Champion um die Ex-Kölnerin Hannah Gablac seine zehn Hauptrundenspiele allesamt gewann, feierte RWK eine gelungene Generalprobe: Nachdem sich das Team beim DSD Düsseldorf mit 9:2 (1:1) durchgesetzt hatte, knöpfte es dem bis dato ausschließlich siegreichen Düsseldorfer HC zum Abschluss ein 3:3 (0:3) ab.

Dabei waren es Jule Hufer (33.), Inma Hofmeister (44.) und Helena Würker per Schlussecke (60.), die einen Drei-Tore-Rückstand wettmachten. „Gerade in defensiver Hinsicht hat unser Auftritt Mut gemacht“, sagte Gero Leichenich. Der Kölner Coach freut sich nun auf ein „stimmungsvolles Publikum in Hamburg. Wir sind bereit für die Playoffs.“ Playoffs, die erst mit dem Final-Four-Turnier in Frankfurt (7./8. Februar) enden sollen. (tim)