Abo

HockeyRot-Weiss Köln befindet sich zu Beginn der Playoffs im Jagdmodus

3 min

Bereit für die Playoffs: Die Herren von Rot Weiss Köln schwören sich auf den Viertelfinal-Auftakt beim UHC Hamburg ein. 

Während die Damen mit einem Heimspiel gegen den Mannheimer HC starten, beginnt die Endrunde für die Herren beim Uhlenhorster HC.

Zwei Siege trennen die beiden Feld-Hockey-Bundesligisten des KTHC Rot Weiss Köln vom Einzug ins Final Four. Während Paula Brux und Co. bereits am Samstag (13 Uhr) ihr letztes Heimspiel in dieser Saison bestreiten und dabei auf den souveränen Hauptrunden-Champion Mannheimer HC treffen, startet das Team von Trainer Pasha Gademan seine Best-of-three-Serie im Viertelfinale im hohen Norden.

An Selbstvertrauen mangelt es der besten Rückrundenmannschaft keineswegs. „Wir wollen uns das Ticket für die Endrunde in Bonn nicht nehmen lassen“, sagt Tom Grambusch vor dem Playoff-Auftakt am Samstag (12 Uhr) beim Uhlenhorster HC.  „Nach neun Siegen in Folge fahren wir natürlich mit ganz breiter Brust nach Hamburg.“ Der Kapitän selbst hatte den jüngsten 5:0-Erfolg bei Uhlenhorst Mülheim mit einem Eckentor eingeleitet.

Man merkt, dass sich die Mannschaft im Jagdmodus befindet
Pasha Gademan, Trainer des KTHC Rot Weiss Köln

Überhaupt spricht vor dem Viertelfinale vieles für den deutschen Vizemeister: „Wir haben in dieser Saison als Zweiter 13 Punkte mehr eingesammelt als der Gegner und auch beide direkten Vergleiche gewonnen (4:1, 4:3, Anm. der Red.) – und das durchaus verdient.“ Entsprechend klar formuliert der Vize-Olympiasieger von 2024 das Ziel: „Wir wollen den Einzug ins Final Four nach Möglichkeit in zwei Partien klarmachen.“ Das Rückspiel in Köln findet am 23. Mai (13 Uhr) statt, ein eventuelles Entscheidungsmatch tags darauf (13 Uhr).

Gademan berichtet ebenfalls von einer „richtig guten Form. Wenn wir unser Potenzial abrufen und als Team auftreten, sind wir nur ganz schwer zu schlagen.“ Der Hunger nach zwei titellosen Jahren sei zu spüren: „Man merkt, dass sich die Mannschaft im Jagdmodus befindet. Sie will in dieser Saison nicht erneut leer ausgehen.“

Auch, um sich endlich wieder auf europäischer Bühne präsentieren zu dürfen. Für das EHL-Ticket könnte sogar die Vizemeisterschaft reichen. Dann nämlich, wenn der Hauptrundensieger Hamburger Polo Club auch am Ende ganz vorne steht.

Pia Maertens verpasst Playoff-Auftakt gegen den Mannheimer HC

Auch wenn die Vereinskolleginnen das Viertelfinale „nur“ als Tabellenachter gebucht haben, scheint die Formkurve ebenfalls zu stimmen. Sowohl im Duell mit dem Vizemeister Düsseldorfer HC (2:3 n. P.) als auch zum Abschluss beim Hauptrunden-Zweiten Club an der Alster (1:0) kassierte man in der regulären Spielzeit kein Gegentor. „Wir haben uns zuletzt von Spiel zu Spiel gesteigert und richtig viel geackert“, betont RW-Akteurin Felicia Wiedermann. „Jetzt freuen wir uns einfach auf einen geilen Fight gegen Mannheim.“

Einen Fight, den man vorerst ohne Pia Maertens antreten muss. Die Stürmerin hatte eine Woche nach ihrem lang ersehnten Comeback zwar auch in Alster wieder im Kader gestanden, doch beim Warmmachen zog sie sich eine Sehnenreizung im Oberschenkel zu. „Wir hoffen, dass sie in Mannheim wieder dabei ist“, sagt Tibor Weißenborn. Der RW-Cheftrainer rechnet unabhängig davon mit einer „Hammerserie. Wir treffen auf den absoluten Topfavoriten, haben aber selbst einiges zu bieten. In unserer aktuellen Verfassung muss man uns erst mal schlagen.“ Die Playoffs können aus Kölner Sicht also ganz offensichtlich kommen.