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HockeyRot-Weiss Köln rettet in Berlin einen wichtigen Punkt

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Lisa Höllriegl, Torhüterin von Rot-Weiss Köln, rettete ihrem Team einen wichtigen Erfolg.

Damen von Trainer Tibor Weißenborn setzen sich im Penaltyschießen mit 4:3 durch.

Tibor Weißenborn ballte die rechte Hand zur Faust, stieß einen Jubelschrei aus und gab seinem Co-Trainer Gero Leichenich das erste von vielen High Fives.

Die Erleichterung war dem Chefcoach des Feldhockey-Bundesligisten KTHC Rot Weiss Köln nach dem Penalty-Krimi beim Berliner HC deutlich anzumerken. „Dieser Extrapunkt könnte noch Gold wert sein“, kommentierte der Olympiasieger den 4:3 (1:1, 0:0)-Erfolg im Shoot-out.

Keine Frage: Da ist Druck auf dem Kessel. Wenn wir ins Viertelfinale wollen, müssen drei Punkte her
Tibor Weißenborn, Trainer von Rot-Weiss Köln, über das nächste Spiel in Frankfurt

Zumal der Verfolger Bremer HC im Parallelmatch beim Club Raffelberg erneut in der regulären Spielzeit gewann – und damit nur noch einen Zähler Rückstand auf die Kölnerinnen aufweist. Im Saisonendspurt kommt es zwischen Großflottbek (7./26 Punkte), RWK (8./25) und Bremen (9./24) zu einem Dreikampf um die letzten beiden Playoff-Plätze. Vor dem Duell am Samstag (14.15 Uhr) mit dem Vorletzten SC Frankfurt stellt Weißenborn klar: „Keine Frage: Da ist Druck auf dem Kessel. Wenn wir ins Viertelfinale wollen, müssen drei Punkte her.“

Das sich anbahnende Comeback von Pia Maertens (27) dürfte für einen zusätzlichen Energieschub sorgen. „Stand jetzt ist sie am Samstag dabei“, sagt Weißenborn. „Auch wenn man nicht gleich irgendwelche Wunderdinge von ihr erwarten sollte: Pia ist und bliebt eine Weltklasse-Stürmerin.“ Wohl wissend, dass Maertens' letzter Feld-Einsatz im RW-Trikot dreieinhalb Jahre zurückliegt. Zehn Monate nachdem sie sich im finalen Gruppen-Match der Hallen-Bundesliga-Saison 2022/23 einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, erlitt sie beim Länderspiel in (und gegen) Südafrika dieselbe Verletzung im selben Knie – und zwar just bei ihrem Comeback.

Am Samstag winkt ihr nun die lang ersehnte Rückkehr aufs Spielfeld. Ein weiterer Einsatz am Sonntag (14.15 Uhr) gegen den Düsseldorfer HC (3.) ist ausgeschlossen. Eine Woche später tritt RWK zum Abschluss der Hauptrunde beim Club an der Alster (2.) an. Dass man sich vor den Bundesliga-Topteams nicht verstecken muss, zeigten die Kölnerinnen auch in Berlin (4.). „Wir haben erneut im Stile eines Spitzenteams verteidigt“, lobte Weißenborn.

Doch nachdem Sophie Prumbaum die späte Kölner Führung erzielt hatte (55.), schlug Benedetta Marie Wenzel nach einer Eckenvariante eiskalt zurück (58.). „Der psychologische Vorteil war damit aufseiten des Gegners, aber meine Mädels haben im Shoot-out Nervenstärke bewiesen“, so der Coach.

Kölns Torhüterin Lisa Höllriegl pariert im Shoot-out vier Berliner Versuche

Allen voran Lisa Höllriegl: Die Kölner Nummer eins vereitelte insgesamt vier Versuche des Gegners, unter anderem den „Matchball“ von Joana Boehringer. Anschließend behielt Paula Brux die Nerven und rettete Rot Weiss damit ins „Sudden Death“. Dort legte ihre Teamkollegin Lynn Krings mit einem frechen Heber vor, ehe BHC-Kapitänin Linnea Weidemann nur den Pfosten traf. Es war ein Fehlschuss, der aus Kölner Sicht noch Gold wert sein könnte.