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HockeyRot-Weiss Köln erhält Trostpreis für Halbfinal-Aus

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Raphael Hartkopf (l.) und Christopher Rühr von Rot-Weiss Köln nach dem Halbfinal-Aus gegen Uhlenhorst Mülheim

Das Team von Trainer Pasha Gademan nimmt trotz des 1:4 gegen  Uhlenhorst Mülheim an der Euro League teil.

Halbfinale verloren, Trostpreis gewonnen – so könnte man das Final Four in Bonn aus Sicht des KTHC Rot-Weiss Köln wohl zutreffend zusammenfassen. Der Feldhockey-Bundesligist musste sich am Samstag zwar Uhlenhorst Mülheim mit 1:4 (1:1) geschlagen geben, doch der 4:0-Endspielerfolg des Hamburger Polo Clubs tags darauf bescherte RWK immerhin die Rückkehr auf die europäische Bühne.

Die Mannschaft aus dem hohen Norden war als Hauptrunden-Champion nämlich bereits für die Euro Hockey League qualifiziert gewesen. „Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass der Vizemeister in diesem Szenario das zweite EHL-Ticket bekommt“, erklärte Wolfgang Kluth. „Jetzt haben wir aber erfahren, dass der Tabellenzweite der Hauptrunde den Startplatz erhält – demnach wir.“

Rot-Weiss Köln verliert im Jahr 2026 nur zwei Spiele

Für den Kölner Co-Trainer ist die EHL-Qualifikation „ein ziemlich großes Trostpflaster. So wurden die Jungs noch für ein richtig starkes Jahr 2026 belohnt.“ Ein Jahr, in dem Rot Weiss lediglich zwei Saisonspiele verlor: das erste (2:3 gegen den Mannheimer HC) und das letzte. „Ich habe immer betont, dass wir uns für unseren Lauf im Vorfeld des Halbfinals (elf Siege in Folge, Anm. d. Red.) nichts kaufen können“, sagte Cheftrainer Pasha Gademan. „Ein DM-Halbfinale ist einfach eine ganz andere Nummer. Am Ende haben uns die letzte Überzeugung und auch ein bisschen Mut gefehlt. Man hatte irgendwie den Eindruck, als hätten wir mehr zu verlieren als der Gegner.“

Vor allem im letzten Viertel, nachdem Youngster Henry Kunz die Grüne Karte gesehen hatte (52.). „Die Unterzahl haben wir zwar ohne Gegentor überstanden“, meinte der Coach. „Aber auch danach hat es sich angefühlt, als würden wir mit einem Mann weniger spielen. Mülheim hat das Momentum im Stile einer Spitzenmannschaft genutzt.“

Dabei war es Ex-Nationalspieler Lukas Windfeder, der eine zunächst abgelaufene Ecke im Nachsetzen mit einem fulminanten Volleyschuss versenkte – 2:1 (57.). Kluth sprach hinterher von einem „Traumtor. Der Ball landet entweder auf dem Parkplatz oder eben im Tor.“

Dass RWK anschließend Keeper Jean Danneberg vom Feld nahm und in der Schlussminute noch zwei weitere Gegentreffer durch Malte Hellwig und William Sanda kassierte, war hinterher nur eine Randnotiz. Ebenso wie die ersten beiden Tore von RW-Kapitän Tom Grambusch (22., KE) und Sanda (24.).

Der Leistungsabfall war krass. Ich kann mir nicht erklären, warum wir in den Verwaltungsmodus geschaltet und nur noch reagiert haben. Das war nicht RW-like
Wolfgang Kluth, Co-Trainer von Rot-Weiss Köln

„Die Enttäuschung ist riesengroß“, so Kluth. „Ganz einfach, weil wir im letzten Viertel nicht abgeliefert haben. Der Leistungsabfall war krass. Ich kann mir nicht erklären, warum wir in den Verwaltungsmodus geschaltet und nur noch reagiert haben. Das war nicht RW-like.“

Gademan lieferte zumindest einen Erklärungsansatz: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit vielen Spielern, die noch nicht so viel Playoff-Erfahrung gesammelt haben. Die Jungs werden aus dieser Niederlage hoffentlich lernen und in der nächsten Saison neu angreifen.“ Angreifen, um das vierte titellose Jahr in Folge zu verhindern.