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Niederlage im DM FinaleRot-Weiss Köln bleibt die Krönung versagt

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Rot-Weiss Köln - Berliner HC, Halbfinale Deutsche Hallenhockey-Meisterschaften 2026 Torhüterin Maja Sielaff Berliner SC, 5 wehrt den Schuss von Nika Hansen Rot-Weiss Köln, 13 ab. Halbfinale im Volvo E.R.B. Final4 2026 der Damen zwischen Rot-Weiss Köln und dem Berliner HC am 7. Februar 2026 in der Süwag Energie ARENA in Frankfurt am Main., Frankfurt am Main Hessen Deutschland Süwag Energie ARENA *** Rot Weiss Köln Berliner HC, Semi-Final German Indoor Hockey Championships 2026 Goalkeeper Maja Sielaff Berliner SC, 5 defends the shot of Nika Hansen Rot Weiss Köln, 13 Semi-Final in the Womens Volvo E R B Final4 2026 between Rot Weiss Köln and Berliner HC on February 7, 2026 at Süwag Energie ARENA in Frankfurt am Main , Frankfurt am Main Hessen Germany Süwag Energie ARENA

Nika Hansen (r.) von Rot-Weiss Köln in der Halbfinal-Partie gegen den Berliner HC

Hockeyspielerinnen müssen sich dem Düsseldorfer HC in Frankfurt mit 5:8 geschlagen geben.

Aller guten Dinge sind eben nicht immer drei. Nachdem die Hallenhockey-Spielerinnen des KTHC Rot Weiss Köln bereits in der Hauptrunde zweimal an einem Sieg gegen den Düsseldorfer HC vorbeigeschrammt waren (5:8, 3:3), kam es im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zum erneuten Wiedersehen.

„Es war wieder sauknapp“, kommentierte Tibor Weißenborn die 2:3 (0:3)-Niederlage in Frankfurt. Der RW-Trainer sprach nach der ersten Hallen-DM-Finalteilnahme seit dem Titelgewinn 2012 von „gemischten Gefühlen. Eine Niederlage im Endspiel tut immer weh, aber das ändert nichts: Die Mädels haben Großartiges geleistet und werden erneut angreifen.“

Wir haben erkannt, dass wir uns vor keinem Gegner verstecken müssen. Seit Saisonbeginn sind alle Spielerinnen gefühlt mindestens drei Zentimeter gewachsen
Tibor Weißenborn, Trainer der Damen von Rot-Weiss Köln

Die Kampfansage bezieht sich keineswegs nur auf die nächste Hallen-Saison. „Wir wollen die positive Energie mitnehmen in die Feld-Rückrunde“, betonte der Olympiasieger von 2008. „Wir haben erkannt, dass wir uns vor keinem Gegner verstecken müssen. Seit Saisonbeginn sind alle Spielerinnen gefühlt mindestens drei Zentimeter gewachsen.“

Auch Co-Trainer Gero Leichenich lobte die „tolle Entwicklung. Wir haben eine richtig coole Mannschaft, die einfach Bock hat zu zocken. Leider ist die Krönung am Ende ausgeblieben.“ Weißenborn gab sich nach der Finalpleite auch selbstkritisch: „Um ein Topteam wie Düsseldorf zu besiegen, reicht eine richtig starke Halbzeit leider nicht aus – das müssen wir uns schon ankreiden lassen.“

Selin Oruz (3./25.) und Elisa Gräve (18.) hatten für einen Drei-Tore-Vorsprung gesorgt, ehe Sophie Prumbaum (44.) und Nika Hansen (46.) mit ihren Toren eine spannende Schlussphase einläuteten. RWK drückte vehement auf den Ausgleich, doch selbst eine Serie von drei Ecken ließ man ungenutzt (54.). Eine Minute vor Schluss nahm RWK Keeperin Lisa Höllriegl vom Feld, doch auch in künstlicher Überzahl sollte der dritte Treffer nicht fallen.

So war es am Ende die Düsseldorfer Kapitänin Oruz, die den blauen Wimpel in die Höhe recken durfte. Die Schwester von RW-Urgestein Timur war im Halbfinale gegen den Titelverteidiger Mannheimer HC (5:3) auf einem am Mittelkreis festgeklebten Werbebanner ausgerutscht. Die Stolperfalle wurde anschließend zwar entfernt, doch Oruz' Schmerz nach ihrem unfreiwilligen „Spagat“ blieb. Im Finale gegen Köln biss die Ex-Nationalspielerin mit dick bandagiertem Oberschenkel auf die Zähne – und avancierte mit zwei Treffern zur Matchwinnerin. „Ich bin total glücklich, auch wenn es schmerzhaft war“, sagte sie. Zwei titellose Jahre in Folge hätten ihr Team „hungrig gemacht. Wieder ganz oben zu stehen, ist mega.“

Rot-Weiss Köln gewinnt im Halbfinale gegen den Berliner HC

Während der DHC im Halbfinale einen 1:3-Halbzeitrückstand gedreht hatte, feierte Köln einen 6:2 (2:1)-Erfolg über den Vizemeister Berliner HC. Prumbaum (2), Paula Brux (2), Helena Würker und Hansen ließen die rund 200 mitgereisten RW-Anhänger im Duell mit dem Ost-Champion jubeln; Hauptrunden-Torschützenkönigin Philine Drumm traf lediglich zum 1:3 und 2:4. Tags darauf war der Kölner Fanblock sogar noch praller gefüllt, doch auch mit dessen Unterstützung reichte es nicht zum ersten DM-Titel seit dem Feld-Triumph 2014. Immerhin: Die Zeichen stehen wieder auf Angriff.