Hugo von Montgelas und Jakob Brilla sind neu im Team von Trainer Pasha Gademan.
Vor Hockey-BundesligastartRot-Weiss Köln verstärkt sich mit zwei Weltmeistern

Hugo von Montgelas (r.), Zugang von Rot-Weiss Köln.
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Mit acht frisch gebackenen Hockey-Weltmeistern startet der KTHC Rot-Weiss Köln in die Bundesliga-Saison, zwei von ihnen sind neu im Team. Wir stellen die beiden Zugänge Hugo von Montgelas und Jakob Brilla vor der Auftaktpartie am Samstag (12 Uhr) gegen den Harvestehuder THC vor.
Hugo von Montgelas (22) Sein erstes Länderspiel-Tor wird von Montgelas so schnell nicht vergessen. Im letzten WM-Zwischenrundenspiel gegen Australien holte er abgebrüht eine Ecke heraus, um sie dann per Nachschuss zum 4:2-Endstand zu verwandeln. Es war der entscheidende Schritt Richtung Halbfinale – und ein ganz wichtiger auf dem Weg zum WM-Titel.
Unabhängig davon bescheinigte Pasha Gademan dem Mittelfeld-Ass ein „großartiges Turnier. Als Lenker und Box-to-Box-Spieler hat er eine ganz zentrale Rolle eingenommen.“ Der Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft und Chefcoach von Rot-Weiss zeigte sich beeindruckt vom unbekümmerten Auftritt des WM-Debütanten: „Er hat nicht den Eindruck erweckt, als würde er sein erstes großes Turnier mit der A-Nationalmannschaft bestreiten.“
Hugo will immer den Ball und was noch wichtiger ist: Er weiß immer etwas mit ihm anzufangen
Beim EM-Triumph im eigenen Land 2025 hatte der U-21-Weltmeister wegen eines Mittelhandknochenbruchs zuschauen müssen. Auch auf Vereinsebene weiß der Kölner Zugang, wie man Titel holt: 2024 gewann er mit dem Mannheimer HC das Double aus Hallen- und Feld-Meisterschaft.
Nach vier Jahren beim MHC schlägt der Student der Wirtschaftspädagogik ein neues Kapitel auf – zur Freude von RW-Co-Trainer Wolfgang Kluth: „Hugo will immer den Ball und was noch wichtiger ist: Er weiß immer etwas mit ihm anzufangen.“ Mit seiner Schnelligkeit, Spielintelligenz und Technik sei er der „perfekte Verbindungsspieler. Er versteht es wie kein Zweiter, gegnerische Abwehrlinien zu durchbrechen.“

Jakob Brilla (rechts) soll bei Rot-Weiss Köln als Eckenschütze Akzente setzen.
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Jakob Brilla (22) Mittendrin statt nur dabei: So könnte man auch Brillas Rolle bei der jüngsten Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden beschreiben. Der WM-Debütant war neben Kapitän Tom Grambusch und Benedikt Schwarzhaupt einer von drei Eckenschützen im DHB-Aufgebot. Zweimal sollte er erfolgreich sein in seiner Paradedisziplin: Nachdem er zum Auftakt gegen Malaysia (5:1) den Torreigen eröffnet hatte, legte er im zweiten Vorrundenspiel gegen Belgien (1:0) den goldenen Treffer nach.
„Es gibt wenige Spieler auf der Welt, die den Ball härter aufs Tor bringen“, sagt Gademan. Mit dem Zugang vom TSV Mannheim, Grambusch und Paul Glander verfügt RWK in der anstehenden Spielzeit gleich über drei Spezialisten für den ruhenden Ball. Kluth baut zudem auf Brillas Defensivkünste: „Jakob ist ein sehr robuster Spieler, ein richtiger Schrank. Bei Zweikämpfen versteht er keinen Spaß.“
Dabei hat der 22-Jährige immer ein Lächeln auf den Lippen, wie Gademan sagt: „Er hat eine unglaublich positive Art an sich, die einfach ansteckend ist.“ Drei Punkte zum Saisonauftakt würden die gute Laune sicher befeuern.
