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TennisDustin Brown ist das Herz der Rot-Weiss-Familie

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Tennis 2. Herren Bundesliga Nord Saison 2024: Kölner THC Stadion Rot-Weiss - HTC Blau-Weiß Krefeld am 14.07.2024 im REWE Sportpark in Köln Wesley Koolhof  Kölner THC Stadion Rot-Weiss , vorne - Dustin Brown  Kölner THC Stadion Rot-Weiss , hinten Nordrhein-Westfalen Deutschland *** Tennis 2 Mens Bundesliga North Season 2024 Kölner THC Stadion Rot Weiss HTC Blau Weiß Krefeld on 14 07 2024 at REWE Sportpark in Cologne Wesley Koolhof Kölner THC Stadion Rot Weiss , front Dustin Brown Kölner THC Stadion Rot Weiss , back Nordrhein Westfalen Germany

Dustin Brown (r.) will mit Rot-Weiss Köln den dritten Platz aus dem vergangenen Jahr bestätigen. 

Für die Kölner geht es am Sonntag zum Bundesliga-Auftakt nach Aachen.

Sein Plan steht. Als viel beschäftigter Mann in Wimbledon wird sich Dustin Brown am Samstag verabschieden, für das Kölner THC Stadion Rot-Weiss im ersten Bundesliga-Spiel aufschlagen und dann seinen Job an der Church Road vollenden. Im All England Lawn Tennis and Croquet Club ist der ehemalige Tennisprofi ein gern gesehener Gast, Experte für den Streaming-Sender Prime Video und Rasen-Coach von Daniel Altmaier.

Mit Browns Hilfe konnte die deutsche Nummer drei in der Vorbereitung auf das Grand Slam-Turnier noch Daniil Medvedev besiegen. Dann verlor er sein Erstrunden-Match gegen Alex Molcan. Das 4:6, 6:3, 5:7, 2:6 mussten der neu angeheuerte Coach und sein knapp 14 Jahre jüngerer Spieler erstmal wegstecken. Über eine weitere Zusammenarbeit sei noch nicht verhandelt worden. „Ich weiß nicht, wie Danis Pläne sind, kann für mich aber sagen, dass ich nicht so viel reisen möchte. Ich habe eine 15 Monate alte Tochter und bin viel und auch gerne zu Hause.“

Rot-Weiss Köln will seinen Teamgeist wecken

Allerdings könnten sich Brown und Altmaier am Sonntag (11 Uhr) zur Bundesliga-Saisoneröffnung im Aachener Kurhaus wieder treffen. Als Konkurrenten. Eine spezielle Konstellation, die der Kölner erstmal beiseiteschiebt: „Wir haben in London nicht darüber geredet“, sagt der Mann, dessen Bundesliga-Herz seit jeher für Rot-Weiss schlägt. Selbst als er im Juli 2015 Rafael Nadal in Wimbledon besiegt hatte, schlug er danach auf der Müngersdorfer Asche auf. Das Engagement seines 27-jährigen Freundes in Aachen ist indes noch frisch. Daher wäre es nicht verwunderlich, wenn Altmaier seine Premiere verschieben würde.

So oder so wollen die Kölner mit Brown wieder ihren besonderen Teamgeist wecken und den dritten Platz aus 2025 wiederholen. „Ich glaube, dass einfach jeder diese Bundesliga-Events genießt“, sagt der Ex-Profi und ergänzt: „Man hat so viel Stress, die Jungs sind 30,40 Wochen im Jahr unterwegs und dann finden sie bei uns eine familiäre Situation vor.“

Ich glaube, dass einfach jeder diese Bundesliga-Events genießt. Man hat so viel Stress, die Jungs sind 30,40 Wochen im Jahr unterwegs und dann finden sie bei uns eine familiäre Situation vor
Dustin Brown, Spieler von Rot-Weiss Köln

Abgesehen von den Prämien, die sich je nach Abmachung im hohen vier- oder niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich bewegen, ist Raphael Collignon (Weltranglisten-Platz 51), den französischen Neulingen Luca Van Assche und Kyrian (98 und 146), Jan Choinski (105), Facundo Diaz Acosta (128) oder Kimmer Coppejans (212) das „Runterkommen“ wichtig. „Zwischen den Turnieren abends mal zusammen essen zu gehen, ein bisschen zu lachen, einfach im Team zu sein und nicht nur auf sich selbst zu gucken, das tut gut“, erklärt Brown.

Sein eigner Beitrag wird immer wichtiger. Schließlich hat der 41-Jährige auch am Olympiaweg mehrere Aufgaben. Im Doppel möchte er ohne seinen zurückgetretenen Kumpel Wesley Koolhof abliefern. Mit Partnern wie Francesco Forti, Lucas Gerch, Adam Pavlasek oder Matwe Middelkoop traut er sich eine positive Bilanz (wie die 5:4-Statistik im Vorjahr) zu. „Ich habe im Training mit Dani viel gespielt und bin gut im Schlag“, sagt der Tennis-Ruheständler.

Dazu wird er sich wie im Vorjahr als Coach um die Teamkollegen kümmern. „Spielen können die alle. Da geht es eher um taktische Anweisungen. Aus der Vogelperspektive sieht man noch etwas anderes“, erklärt Brown. Schon beim Vorjahreszweiten Aachen, danach zur Heimpremiere gegen den Gladbacher HTC (10. Juli) und in den weiteren sieben Duellen in Mannheim (12.7.), gegen Augsburg (19.7.), bei Meister Bredeney (26.7.), gegen Neuss und Berlin (31.7/2.8.) sowie in Rosenheim (7.8.) und gegen Großhesselohe (9.8.) hat der Wahl-Kölner alle Hände voll zu tun.

Und er bleibt entspannt, selbst wenn erst kurz zuvor klar sein wird, welche RW-Spieler die vier Einzel und zwei Doppel am Sonntag in Aachen bestreiten. Bei der Konkurrenz zeigt er sich von großen Namen wie Luciano Darderi (ATP-Rang 16 für Großhesselohe), Valentin Vachero und Arthur Rinderknech (20 und 28 für Neuss) oder Tomás Martin Etcheverry (32 für Gladbach) beeindruckt. Das eigene Terminkalender-Problem sei aber auch auf die zu übertragen. „Wie viele der Spieler tatsächlich da sind, ist wie immer schwer zu sagen. Vor allem wenn es Ende Juli auf die Hartplatztour nach Amerika geht“, meint er und ergänzt: „Jeder will gewinnen, aber es hängt wirklich von der Planung ab.“ Gut also, dass der Plan von Dustin Brown schon steht.