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TennisRot-Weiss Köln verjüngt seinen Kader für die Bundesligasaison 2026

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Tennis 2. Herren Bundesliga Nord Saison 2024: Kölner THC Stadion Rot-Weiss - HTC Blau-Weiß Krefeld am 14.07.2024 im REWE Sportpark in Köln Wesley Koolhof  Kölner THC Stadion Rot-Weiss , vorne - Dustin Brown  Kölner THC Stadion Rot-Weiss , hinten Nordrhein-Westfalen Deutschland *** Tennis 2 Mens Bundesliga North Season 2024 Kölner THC Stadion Rot Weiss HTC Blau Weiß Krefeld on 14 07 2024 at REWE Sportpark in Cologne Wesley Koolhof Kölner THC Stadion Rot Weiss , front Dustin Brown Kölner THC Stadion Rot Weiss , back Nordrhein Westfalen Germany

Dustin Brown (r.) ist einer der Routiniers, die auch 2026 für Rot-Weiss Köln in der Tennis-Bundesliga antreten. 

Das Team um Managerin Sussan Karimi und Trainer Ralph Grambow möchte seinen dritten Platz aus dem vergangenen Jahr mindestens bestätigen.

„Warum sollten wir das, was wir letzte Saison geschafft haben, nicht noch einmal schaffen“, lautet Dustin Browns rhetorische Frage nach der Bekanntgabe des neuen Bundesliga-Kaders. Das 41-jährige Aushängeschild des Kölner THC Stadion Rot-Weiss war im Vorjahr dabei, als das Team vom Olympiaweg den dritten Platz belegte. So gut hatten die Müngersdorfer in der Beletage des deutschen Herren-Tennis noch nie abgeschnitten.

Nun schicken sich Brown und dessen Teamkollegen im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg an, es noch besser zu machen. „Wir haben die Mannschaft stark verjüngt und das könnte uns guttun“, sagt Brown. Zusammen mit Sussan Karimi (Teammanagerin) und Ralph Grambow (Cheftrainer) ist der Ex-Profi, der Rafael Nadal zu aktiven Zeiten gleich zwei Mal besiegen konnte, auch in die Planung der Erstliga-Saison 2026 eingebunden.

Benoit Paire und Wesley Koolhof spielen nicht mehr für Rot-Weiss Köln

Deswegen kann er einschätzen, wie sich die Abschiede von Rot-Weiss-Veteranen wie Benoit Paire oder Wesley Koolhof auswirken und wie die Frischzellenkur am Olympiaweg wirken könnte. Auf der Abgangsseite beschäftigt Brown vor allem der des letztgenannten Niederländers. Mit Koolhof spielte er im Vorjahr noch groß im Doppel auf. Vier Niederlagen, aber auch vier Siege – unter anderem der finale Champions Tiebreak-Erfolg gegen BW Aachen – zeigten, dass die Profi-Ruheständler noch auf höchstem nationalen Niveau mithalten können.

„Wesley hatte schon letzten Sommer gesagt, dass er wohl aufhören wird“, spricht Brown über den Wimbledon-Doppel-Sieger von 2023 und ergänzt: „Ich habe dann kurz probiert ihn zu überreden, weil es mir überragend viel Spaß gemacht hat, aber jetzt geht es eben ohne ihn weiter.“

Anstatt mit dem 36-jährigen Niederländer könnte Brown im Sommer 2026 mit Francesco Forti oder Lucas Gerch antreten. „Mit ihnen hatte ich in der Vergangenheit auch schon eine gute Chemie“, spricht der KTHC-Routiner ein Schlagwort an. Die Team-Chemie wird beim Bundesligisten in Müngersdorf nicht nur von Brown, sondern auch von den alteingesessenen Jan Choinski (ATP-Rang 123), Kimmer Coppejans (244) oder Adam Pavlasek (Doppel-Rang 54) hochgehalten.

Wie verbunden die rot-weiße Community seit jeher ist, zeigt auch der Fall Raphaël Collignon. Der junge Belgier spielte schon in der Oberliga für Rot-Weiss, ist mittlerweile die Nummer eins des Bundesligisten und sorgt auf der ATP-Tour (Rang 65) für Furore. Dazu verpflichtete Karimi mit Luca van Assche den Junioren-French-Open-Sieger von 2021 (Rang 105). Eine spannende Verpflichtung, weil der von Verletzungen geplagte Franzose seit dem Vorjahr mehr als 100 Weltranglisten-Plätze gutmachte.

Wenn wir uns im Sommer alle zum ersten Mal treffen, ist das schon wie ein Blind Date
Sussan Karimi, Teammanagerin von Rot-Weiss Köln

Zu dem 21-jährigen van Assche kommen mit Kyrian Jacquet (145) und Mathys Erhard (345) zwei weitere Franzosen. Diese werden durch ihre Landsleute Gregoire Barrere, Laurent Lokoli und Lilian Marmousez ergänzt. Neben der französischen Clique wird es beim KTHC 2026 auch den ersten Schweden geben: Olle Wallin (24) ergänzt das bunt-durchmischte Aufgebot ebenso wie der Ire Michael Agwi (22). Ihre guten Ergebnisse auf der ITF-Tour machten Teammanagerin Karimi auf sie aufmerksam.

„Wenn wir uns im Sommer alle zum ersten Mal treffen, ist das schon wie ein Blind Date“, beschreibt Karimi die aufregende Situation mit Tour-Spielern und alteingesessenen Bundesliga-Spielern wie Brown. Während seine Mitspieler im Tenniszirkus den ganzen Globus bereisen und „nur“ Zwischenstopps in den Bundesliga-Städten planen, wird sich Dustin Brown ab April in heimischen Gefilden in Form bringen. Auf den Sandplätzen am Olympiaweg hat der 41-jährige nämlich auch im neuen Jahr einiges vor.