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Unbespielbarkeit des PlatzesFortuna Köln gegen Fortuna Düsseldorf II abgesagt

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München, Deutschland 19. März 2024: Fussball, Herren, 3.Liga, Saison 2023/2024, TSV 1860 München, Training, Grünwalder Strasse 114 Hier ein Schild Platz gesperrt, unbespipelbar,Platzsperre, Symbolbild *** Munich, Germany 19 March 2024 Football, Men, 3 Liga, Season 2023 2024, TSV 1860 Munich, Training, Grünwalder Strasse 114 Here a sign Platz gesperrt, unbespipelbar,Platzsperre, Symbolbild

Symbolbild: Fortuna Köln muss am Samstag pausieren.

Der Südstadt-Klub pausiert am Samstag gezwungener Maßen. Ex-Düsseldorf-Spieler Luca Majetic ist darüber enttäuscht. 

Der Regionalligist SC Fortuna Köln, souveräner Spitzenreiter der West-Staffel, wird seine Tabellenführung an diesem Wochenende nicht weiter festigen können. Die Partie bei Fortuna Düsseldorf II wurde am Freitag kurzfristig abgesagt – der Rasen im Paul-Janes-Stadion ist nach anhaltenden Regenfällen unbespielbar, die Stadt Düsseldorf ließ den Platz sperren.

Fortuna Köln irritiert über Spielabsage

Kölns Geschäftsführer Niklas Müller zeigte sich verwundert über die Entscheidung. „Wir sind schon ein wenig irritiert über die Absage. Aufgrund der Wetterlage sehen wir nicht zwingend die Notwendigkeit, das Spiel nicht austragen zu können. Für den morgigen Tag werden Temperaturen von elf Grad erwartet“, sagte er. Der Trainingsrhythmus der Zollstocker bleibt dennoch stabil: Am Freitag gab es ein intensives Elf-gegen-Elf, am Samstag folgt eine leichte Einheit, ehe die Mannschaft am Sonntag und Montag regenerieren darf. Besonders trifft die Absage Luca Majetic.

Fortuna Kölns Luca Majetic im Testspiel gegen den 1. FC Köln.

Fortuna Kölns Luca Majetic im Testspiel gegen den 1. FC Köln.

Der 22 jährige Mittelfeldspieler, gebürtiger Düsseldorfer mit niederländischem Pass, war im Sommer vom Düsseldorfer Nachwuchs-Team in die Südstadt gewechselt. „In Düsseldorf sah ich keine Perspektive mehr. Ich habe selten mit den Profis trainiert, war nur einmal bei einem Testspiel dabei. Dann kam das Angebot der Fortuna – ein großer Traditionsverein. Für mich war das wichtig, um im Herrenbereich Fuß zu fassen.“ Sein Blick auf das abgesagte Wiedersehen fällt entsprechend ernüchtert aus. „Ich bin natürlich enttäuscht, weil wir eine gute Trainingswoche hatten und gut vorbereitet waren. Wir wollten den Flow der letzten Wochen mitnehmen. Jetzt fokussieren wir uns auf den Pokal gegen Alemannia Aachen.“ Sportlich bleibt die Zielsetzung unverändert: Der Aufstieg soll her, dazu der Mittelrheinpokal – für Majetic hat ersteres Ziel Priorität, es steht bei ihm an „Nummer eins“.

Dennoch mahnt er zur Vorsicht: „Das Tabellenbild täuscht etwas. Sollten die Teams mit Nachholspielen punkten, schrumpft der Abstand. Zwölf Spiele bleiben – da kann viel passieren.“ Trotz aller Vorsicht: Die Fortuna dominiert die Liga mit bemerkenswerter Konstanz. Wichtiger als die Punkte erscheint die Art der Auftritte – abgeklärt, körperlich präsent, bisweilen reif wie eine Spitzenmannschaft. Da soll auch ein Spielausfall nichts dran ändern. Majetic sieht dafür mehrere Gründe: „Wir sind extrem bissig, gewinnen viele Zweikämpfe und verteidigen im Strafraum außergewöhnlich gut. Jeder kämpft für jeden. Macht einer einen Fehler, bügelt ihn der nächste aus.“

Majetic mit wechselhafter Saison

Bemerkenswert sei auch die geringe Zahl an Verletzten: „Wir trainieren mit sehr hoher Intensität. Manche sagen, es sei zu viel. Ich glaube: Wenn man den Körper solchen Reizen aussetzt, passt er sich an. Die Jungs leben sehr professionell – keiner ernährt sich täglich von McDonalds“, sagt er mit einem Schmunzeln. Es fehlt lediglich Suheyel Najar, ohnehin Langzeitverletzter mit einem Kreuzbandriss. Ein solches Mannschaftsgefüge wie beider Fortuna habe Majetic „noch nie erlebt“. Seine eigene Saison verläuft hingegen schwankend. Zunächst Stammspieler, verlor Majetic später seinen Platz.

Der körperlich robuste Box-to-Box-Akteur sorgte zwar mit seinem späten Ausgleich in Bocholt für einen emotionalen Höhepunkt, danach jedoch wurde die Einsatzzeit geringer. „So ist Fußball“, sagt er nüchtern. „Man muss sich zurückkämpfen. Wir haben ein starkes Mittelfeld.“ Wichtig sei ihm, „regelmäßig Minuten zu sammeln“. Ganz zufrieden sei man nie, wenn man auf der Bank sitze – „aber wenn man helfen kann, ist das sehr viel wert. Klar will man immer spielen. Deshalb gebe ich im Training Vollgas.“ Für die Fortuna geht es nach der Absage am Donnerstag gegen Aachen weiter, ehe die Zollstocker am 1. März Bonn empfangen.