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Sieg gegen HamburgBonner Telekom Baskets stoppen nach Niederlagen-Serie den freien Fall

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Glynn Watson wird nach 29 Punkten und neun Assists von seinen Mitspielern gefeiert.

Glynn Watson wird nach 29 Punkten und neun Assists von seinen Mitspielern gefeiert.

Nach vier Niederlagen in Folge bezwingen die Telekom Baskets den Tabellennachbarn Hamburg mit 108:94.

Die Telekom Baskets haben den freien Fall gestoppt: Nach wettbewerbsübergreifend vier Niederlagen in Folge landeten die Bonner am Samstagabend einen eminent wichtigen Sieg, als sie die Hamburg Towers vor 6000 Zuschauern im ausverkauften Telekom Dome mit 108:94 (31:19, 21:28, 25:17, 31:30) bezwangen.

Damit zogen die Baskets in der Tabelle an den Gästen vorbei auf Rang sechs. Mit Blick auf den zu erwartenden engen Kampf um die Play-off-Plätze kann das Ergebnis von plus 14 am Saisonende noch wichtig werden, falls der direkte Vergleich zwischen den beiden Teams zum Tragen kommen sollte.

Bonner Baskets dominieren Spiel mit starker Offensivleistung

Trainer Roel Moors atmete denn nach dem Erfolg über den Tabellennachbarn auch sichtlich auf: „Wir haben heute einfach einen Sieg gebraucht – egal wie. Deswegen freue ich mich für meine Spieler. Es ist oft eine Kopfsache, wenn man einige Spiele in Folge verliert. Heute haben sie alle zusammen eine Reaktion gezeigt“, sagte der belgische Headcoach.

Vor allem dank einer starken Offensivleistung dominierten die Bonner die Partie über weite Strecken. Dabei sorgten die Distanzschützen für das entscheidende Übergewicht, die viel und erfolgreich von außen Maß nahmen: Die Trefferquote bei den Dreiern blieb oberhalb der 50-Prozent-Marke, am Ende hatten die Bonner Scharfschützen bei 27 Würfen 14 Dreier versenkt (52 Prozent).

Glynn Watson trumpft beim Spiegl gegen Hamburg Towers auf

Schon im Auftaktviertel glänzten Glynn Watson und Brian Fobbs, als sie mit jeweils drei Dreiern die Basis für die 31:19-Führung nach zehn Minuten legten. Eine kritische Phase mussten die Baskets im zweiten Durchgang durchstehen, als die Towers mit einem 13:0-Lauf zum 42:42 ausglichen (19.).

Nach dem Seitenwechsel lösten sich die Bonner aber schnell wieder und erzielten beim 73:55 (28.) ihre höchste Führung. Die Gäste starteten eine Aufholjagd, bei der sie bis auf sieben Zähler verkürzten (89:82, 35.). Aber als direkte Antwort packte nun auch Till Pape zwei Dreier aus, nach denen beim 95:82 die Entscheidung praktisch gefallen war.

Herausragend trumpfte Glynn Watson auf, der angesichts des Ausfalls von Harald Frey (Bänderriss im Fuß) viel Verantwortung übernehmen musste: Er stellte mit 29 Punkten und fünf getroffenen Dreiern nicht nur zwei Karriere-Bestwerte auf, sondern egalisierte mit neun Assists auch noch eine weitere persönliche Bestmarke. Mit ihrer Gala von 108 Punkten markierten die Baskets zudem einen neuen Punkterekord für die laufende Bundesligasaison, an dem sich neben Watson vier weitere Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute beteiligten: Fobbs (17), Pape (16), Christian Sengfelder (16) und Noah Kirkwood (15).

Angesichts des extrem engen Terminplans hat die Mannschaft nur an Heiligabend einen freien Tag, am 1. Weihnachtstag (25.12.) steht die weiteste Auswärtsfahrt der Saison nach Rostock auf dem Programm, wo am 2. Weihnachtstag das Spiel bei den Seawolves ansteht (17 Uhr).

Baskets (Punkte/3er): Flagg (8), Griesel (3), Watson (29/5), Fobbs (17/5), Pape (16/2), Kirkwood (15/2), Sengfelder (16), Turudic, Kennedy (4); Rebounds: 31 (Fobbs 6); Assists: 21 (Watson 9); Trefferquote Feld: 58 % (43/74); Dreierquote: 52 % (14/27); Freiwurfquote: 80 % (8/10).

Hamburg (Punkte/3er): Hughes (6), Brauner, Möller (7/1), Meisner (10/2), Dziewa (5), Christmas (22/2), Hinrichs (2), King (23/2), Wohlfarth-Bottermann (12), Durham (7); Rebounds: 26 (Wohlfarth-Bottermann 12); Assists: 20 (Christmas 5); Trefferquote Feld: 58 % (33/57); Dreierquote: 39 % (7/18); Freiwurfquote: 81 % (21/26).