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Neuer KaderAusländischer Spielmacher soll Telekom Baskets verstärken

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Bleibt er oder geht er? Noch halten sich die Baskets bei Center Charles Jackson alle Optionen offen.

Bonn – Eine Woche war Baskets-Sportmanager Michael Wichterich zusammen mit dem neuen Trainer Thomas Päch bei der NBA-Summerleague in Las Vegas – und sie kommen mit reichlich neuen Eindrücken zurück: „Wir haben viele interessante Spieler zu Gesicht bekommen. Was aber nicht heißt, dass da am Ende ein unterschriebener Vertrag stehen wird“, stellte Wichterich klar. Denn auch die Konkurrenzsituation sei groß.

Außerdem habe so ein Trip auch einen Wert, wenn es nicht zu einer Spielerverpflichtung komme. „Jede Branche hat ihre Messe, da ist es wichtig präsent zu sein. Man trifft dort alle Agenten, alle Trainer und alle Manager und kann sich vorzüglich austauschen über andere Teams und andere Spieler“, erläutert Wichterich.

Es habe eine Reihe von Gesprächen mit „hochinteressanten Spielern“ gegeben, aber noch keine Vertragsverhandlungen: „Beim einen oder anderen haben wir unser Interesse hinterlegt, sie wissen, was sie in Bonn erwarten würde. Aber wir sind da natürlich auch nicht die Einzigen – mal schauen, wie es weitergeht“, warten die Baskets jetzt auf Reaktionen der Agenten und Spieler.

Noch diese Woche die nächste Personalentscheidung

Bekanntlich sind die Bonner noch auf der Suche nach vier ausländischen Korbjägern, nachdem mit T.J. DiLeo, Yorman Polas Bartolo, Martin Breunig, Benjamin Lischka und Joshiko Saibou fünf Spieler mit deutschem Pass an Bord sind und der Montenegriner Bojan Subotic als bislang einziger Ausländer seinen Vertrag verlängert hat. Wichterich stellt klar, dass noch ein Akteur mit Spielmacherqualitäten kommen soll: „Es wird jemand sein, der völlig eigenverantwortlich die Position eins spielen kann, aber auch mit DiLeo zusammen.“ Für Wichterich ist DiLeo „inzwischen deutlich mehr ein Einser als ein Zweier, Saibou aber auch deutlich mehr ein Zweier als ein Einser“, grenzt der Sportmanager die beiden Guards voneinander ab.

Weiterhin suchen die Baskets einen Flügelspieler (Position 2/3), „der mobil ist, kreieren kann und werfen können muss“ (so Wichterich) sowie einen korbgefährlichen Forward für die Position drei, der auch auf der Position vier aushelfen soll.

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Und schließlich steht weiter die Antwort auf die Frage aus, mit welchem Center die Bonner planen. „Das ist tatsächlich weiter offen. Es bleibt eine Option, mit Charles Jackson zu verlängern, es kann aber auch sein, dass wir uns umorientieren“, beschrieb Wichterich den aktuellen Stand der Dinge. Es sei das Ziel, die neu formierte Mannschaft bis zum vorgesehenen Trainingsstart am 9. August komplett beisammen zu haben, die Erfahrung der Vorjahre habe aber gezeigt, dass das nicht immer einzuhalten sei.

Immerhin geht Wichterich davon aus, dass die Bonner noch in dieser Woche die nächste Personalentscheidung bekanntgeben können. So könnte am Donnerstag oder Freitag das siebte Puzzleteil des neuen Baskets-Teams feststehen.