Überragendes StatementTelekom Baskets dominieren in Bamberg

Überragender Spieler der Telekom Baskets gegen Bamberg: Jeremy Morgan
Copyright: imago images/HMB-Media
Bamberg/Bonn – Die Woche, die für die Telekom Baskets mit einer Hiobsbotschaft begann, endete auf sportlichem Parkett mit einem überragenden Statement der Mannschaft: Die Bonner, deren Hauptsponsor Telekom am Dienstag seinen schrittweisen Rückzug angekündigt hatte, zeigten am Freitag im Spitzenspiel beim früheren Serienmeister Bamberg ihre beste Saisonleistung, landeten mit 100:80 (30:23, 26:15, 27:22, 17:20) einen Start-Ziel-Sieg, durch den sie mit 12:4-Punkten in der Spitzengruppe bleiben. Die Franken rutschten dagegen mit 10:8 ins breite Mittelfeld ab – und wurden von ihren Fans mit Pfiffen verabschiedet.
Blitzstart der Baskets mit vier Drei-Punkt-Würfen
Bamberg fand nie ein Rezept, nie Antworten auf die Energie der Baskets: „Wir waren sehr fokussiert, wir waren sehr physisch und wir haben offensiv die Schwachpunkte in der Bamberger Verteidigung immer gefunden“, lautete die schnelle Analyse von Baskets-Chefcoach Tuomas Iisalo. Er sei „stolz“ darauf, wie seine Truppe nach der zweiwöchigen Spielpause auftrat, in der er sie durchtrainieren ließ.
Auch ohne Saulius Kulvietis, der wegen einer Innenbanddehnung im Knie fehlte, stellten die Bonner die Weichen mit einem Blitzstart sofort in die richtige Richtung: Sie trafen vier Dreier ohne Fehlschuss und lagen schnell 14:5 in Front. Nach 30 Punkten im ersten Viertel verdoppelten sie nach dem 41:33 ihren Vorsprung mit einem 8:0-Zwischenspurt zum 49:33 auf 16 Punkte (17.).
Auch nach dem Seitenwechsel gingen sie nicht vom Gas, machten in der Defense weiter enormen Druck und trafen vorne mit hoher Ausbeute. Eine Trefferquote von am Ende 61 Prozent markiert eine Bestmarke für die Saison – gegen Ulm hatten schon mal 36 Prozent zum Sieg gereicht. Verlass war wie immer auf die Distanzschützen, die mit 14 Dreiern bei 27 Würfen mehr 50 Prozent trafen.
Höchste Führung beim 80:53
Die höchste Führung war beim 80:53 erreicht, im vierten Abschnitt konnte Bamberg leichte Ergebniskosmetik betreiben. Die Baskets hatten aber den Ehrgeiz, erstmals in der Saison die 100-Punkte-Marke zu übertreffen. Das war mit Jeremy Morgan dem an diesem Abend überragenden Akteur vorbehalten: Er lieferte mit 25 Punkten (5 Dreier), 6 Steals, 4 Rebounds und 3 Assists das komplette Paket ab. Aber Justin Gorham (16 P., 7 Rebounds) und Parker Jackson-Cartwright (16 P., 8 Assists) standen ihm nur wenig nach.
Zwei Bonner im Aufgebot der Nationalmannschaft
Jetzt haben die Bonner wegen der WM-Qualifikationsspiele am Donnerstag gegen Polen und am Sonntag in Estland bis zum 4. Dezember (Samstag) erneut eine Spielpause, dann empfangen sie Oldenburg. Iisalo verriet, dass er mit seinen Spielern in der vorigen Pause einen „Pakt“ geschlossen habe: „Wir fokussieren uns hundertprozentig auf diese zwei Wochen. Und wenn wir danach stolz auf uns sein können, bekommen die Spieler vier oder fünf Tage Pause.“
Das könnte Sie auch interessieren:
Das gilt nicht für Leon Kratzer und den nachnominierten Michael Kessens, die beide zum Länderspiel-Aufgebot gehören.
Baskets (Punkte/3er): Ward (10), Gorham (16/2), Kessens (10), Tadda (5/1), Bowlin (5/1), Morgan (25/5), Kratzer (2), Hasbargen (11/3), Jackson-Cartwright (16/2); Rebounds: 35 (Gorham 7); Assists: 20 (Jackson-Cartwright 8); Trefferquote Feld: 61 % (36/59); Dreierquote: 52 % (14/27); Freiwurfquote: 64 % (14/22). Bamberg (Punkte/3er): Baggette (2), Lockhart (5/1), Prewitt (14/3), Scott, Omuvwie (2), Robinson (11/2), Simpson (12/3), Aminu, Geben (6), Heckmann (4), Sengfelder (24/3); Rebounds: 25 (Geben 7); Assists: 21 (Robinson 5, Prewitt 5); Trefferquote Feld: 50 % (29/58); Dreierquote: 40 % (12/30); Freiwurfquote: 71 % (10/14).

