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Viktoria KölnIntensive Wochen für den neuen Sportchef Valentin Schäfer

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Valentin Schäfer, Viktoria Kölns neuer Sportlicher Leiter

Valentin Schäfer, Viktoria Kölns neuer Sportlicher Leiter

Der 31-Jährige ist Viktorias neuer Sportlicher Leiter. Aktuell beschäftigt ihn das Winter-Transferfenster.

Offiziell nimmt Valentin Schäfer seine Arbeit als Sportlicher Leiter von Viktoria Köln am 1. Februar auf. Doch aufgrund der schmalen Personaldecke, der kurzen Wege und des großen Arbeitsaufwands hat sich Schäfer schon einige Tage früher auf die neue Aufgabe gestürzt. Und die letzten Wochen hatten es am Höhenberg in sich: Der verkorkste Rückrundenstart in Schweinfurt (0:2), der überraschende Abschied von Schäfers Vorgänger Stephan Küsters sowie die Schlussphase des Wintertransferfensters, das am 2. Februar schließt, prägten die vergangenen Tage. Doch Schäfer, bislang Chefscout und Kaderplaner, geht seinen neuen Posten mit viel Elan an – entsprechend unkompliziert verliefen die Gespräche mit dem Wunschkandidaten der Vereinsführung.

Näher dran an Spielern und Trainerteam

„Ich habe zwei bis drei Tage darüber nachgedacht. Letztlich sehe ich eine große Chance in der neuen Aufgabe. Ich kann unseren und meinen Weg fortsetzen, habe dazu noch ein paar mehr Kompetenzen und bin näher an der Mannschaft und dem Trainerteam“, berichtet Schäfer. Die sportliche Ausrichtung des Vereins sei kein großes Thema gewesen. „Da denken und arbeiten wir alle in die gleiche Richtung. Unsere fußballerische DNA ist klar, da stehe ich komplett hinter. Wir wollen mutig und mit viel Energie spielen.“ Auch bei der Entwicklung der Mannschaft werde sich nichts Grundlegendes ändern. „Wir werden weiter eine erfahrene Achse behalten, die unseren Spirit lebt. Dazu werden wir unser NLZ intensiv einbeziehen, junge Spieler holen, sie ausbilden und im Idealfall weiterverkaufen.“

Wichtig war eine klare Strukturierung im organisatorischen Bereich. Hier wird es Entlastung geben, zuletzt hatte sich Küsters um Themen gekümmert, die nicht ins typische Tätigkeitsfeld eines Sportlichen Leiters fallen. „Ab Februar haben wir neben unserem Zeugwart Peter Hergert wieder einen Teammanager in Festanstellung“, berichtet Schäfer. „Das wird enorm helfen, den organisatorischen Aufwand rund um den Sport gut zu bewältigen.“ Das Scouting wird der 31-Jährige zunächst weiter verantworten, auch wenn es keine Wochenendtouren zu Regionalliga-Spielen quer durch die Republik mehr geben wird. Schäfer wird neben den Berichten der Scouts stärker auf Videosichtung und Daten vertrauen. „Ich kenne die Rolle ja sehr gut und fühle mich mit den Themen wohl. Richtung Sommer wird es dann neu ausgerichtet“, sagt Schäfer.

Heimspiel gegen Waldhof Mannheim

Zunächst geht es für die Viktoria darum, die Winter-Transferphase über die Bühne zu bringen. Nach dem Abgang von Tyger Lobinger (MSV Duisburg) sowie den Verpflichtungen von Joel Vega Zambrano (SC Paderborn) und Taylan Duman (vereinslos) ist nicht ausgeschlossen, dass rund um das Heimspiel am Samstag gegen Waldhof Mannheim (14 Uhr, Sportpark Höhenberg) noch Bewegung in den Kölner Kader kommt. Jüngst hatte die Viktoria die erste Vertragsverlängerung bekanntgegeben: Verthomy Boboy, im Sommer aus Lüttich verpflichtet, wird dem Klub erhalten bleiben. Beim 2:0 gegen Saarbrücken war dem 22 Jahre alten Innenverteidiger sein erstes Drittliga-Tor gelungen.

Um mehr Sicherheit für die weiteren Planungen zu bekommen, hofft Schäfer am Samstag auf den nächsten Heimsieg. „Wir wollen ab Minute eins so auftreten wie gegen Saarbrücken – mit viel Energie und einem positiven Miteinander. Vielleicht machen wir beim Thema Spielkontrolle noch einen Schritt nach vorn“, sagt Viktorias neuer Sportlicher Leiter. „Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit gegen Saarbrücken, haben wir gegen jeden Gegner eine gute Chance.“