Abo

Angriff in SchwedenBär attackiert Frau – sie rettet sich mit einem Trick

2 min
Braunbär Moritz ist aus der Winterruhe erwacht und läuft durch das Gehege im Tierpark in Thale.

Am Saisuk (46) überlebte den Angriff eines Bären in Schweden. Die thailändische Beerenpflückerin wurde mit Verletzungen an Kopf und Händen im Krankenhaus behandelt. (Symbolbild)

Eine Frau wird in Schweden von einem Bären attackiert und schwer verletzt. Ein geistesgegenwärtiger Trick rettet ihr Leben.

Eine aus Thailand stammende Beerenpflückerin hat im Norden Schwedens einen Bärenangriff überlebt. Sie wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt, wie das Portal „ScandAsia“ und die norwegische Zeitung „VG“ berichten. Eine von der Polizei eingeleitete nächtliche Suche mit dem Ziel, das Tier aufzuspüren und abzuschießen, blieb erfolglos.

Der Angriff auf die 46-jährige Am Saisuk ereignete sich laut Berichten am Freitagabend, als sie in den Wäldern der Kommune Lycksele in der Provinz Västerbotten Moltebeeren pflückte. Die Attacke geschah in einem Waldgebiet zwischen Norrbyberg und Gravmark.

Ihr Lebensgefährte Sunan Phiankham erklärte, Saisuk habe bereits einen Behälter gefüllt gehabt. Auf dem Rückweg zu ihrem Auto, das etwa 90 Meter entfernt stand, habe das Tier sie unvermittelt angegriffen und dreimal zugebissen.

Überleben durch Regungslosigkeit

Das Tier ließ erst von der Frau ab, als sie sich völlig reglos stellte. Andere Sammler brachten die Verletzte zu den Rettungskräften, die sie anschließend in das Universitätskrankenhaus Umeå brachten. Dort mussten Verletzungen am Kopf und an beiden Händen operativ behandelt werden. Nach Angaben ihres Partners hat sich ihr Zustand inzwischen verbessert. Die norwegische Zeitung „VG“ veröffentlichte Fotos der 46-Jährigen aus der Klinik.

Die Polizei wurde gegen 22 Uhr vom Krankenhaus über die Attacke informiert. Wegen der Schwere des Angriffs ordneten die zuständigen Behörden den Abschuss des Bären an. Dafür wurden spezielle Wildtier-Einheiten mobilisiert. Die Suche in der Nacht zum Samstag blieb jedoch erfolglos.

Fahndung nach Bär eingestellt

Die Suchaktion wurde schließlich beendet. Als Grund nannten die Behörden, dass in dem Gebiet mehrere Bären leben und das für den Angriff verantwortliche Tier nicht eindeutig identifiziert werden konnte.

Nach Angaben von Tobias Höglander, Wildtierkoordinator der Polizei in Västerbotten, sind Bärenangriffe auf Menschen in Schweden äußerst selten. Solche Vorfälle ereignen sich demnach meist im Zusammenhang mit Jagdaktivitäten.

Zusätzlich prüft die Polizei, ob die Attacke als Arbeitsunfall eingestuft werden muss, da Saisuk möglicherweise als Saisonarbeitskraft tätig war. (red)